Andacht mit Weihbischof Ulrich Boom in Stammheim

18.11.2016

Mainpost, 18.11.2016

 

STAMMHEIM

Andacht mit Weihbischof Ulrich Boom in Stammheim

Um Neues zu beginnen, müssen wir lernen zurückzulassen und Liebgewonnenes hinter uns zu lassen.“ Dieser Satz zog sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst, den Weihbischof Ulrich Boom mit Jugendvertretern und Jugendlichen, Gottesdienstbeauftragten, Kommunionhelfern sowie Lektoren des Dekanats Schweinfurt-Süd in Stammheim feierte.

„Die Welt mit offenen Augen sehen“, lautete die Botschaft bei dem Treffen im Pfarrheim, zu dem 25 Erwachsene, aber nur zwei Jugendliche gekommen waren.

„Wenn ich aufbrechen will, muss ich zurücklassen können und ohne Groll auf das schauen können, was zurückbleibt.“ Mit diesen Worten begann Jörg Buchhold seine Gedanken zum schnelllebigen Alltag und zur Reise des Menschen in die Zukunft. Der Jugendseelsorger des Dekanats war sichtlich enttäuscht, dass so wenige Jugendliche zu dem Gesprächsabend gekommen waren.

„Es stellt sich doch die Frage, woran es lag, dass Zusagen von Gruppen nicht eingehalten wurden und das allgemeine Interesse so gering gewesen ist“, sagte Buchhold gegenüber dieser Zeitung.

Für die Regionalstelle Schweinfurt der Kirchlichen Jugendarbeit (Kja) gelte es nun, die Problematik zu erörtern und Lösungen zu finden.

In seiner Predigt sagte Weihbischof Ulrich Boom, dass der Glaube ein großes Abenteuer sei. Beim Zurücklassen nichts zu entbehren sei ein „äußerst erstrebenswerter Zustand“. Entscheidend im Leben sei das Loslassen als Bewegung auf Jesus Christus zu. „Wenn du den Pflug in die Hand nimmst, schau nicht zurück,“ gab er den Teilnehmern mit auf den Weg.

„Vertraut auf Gott und nicht auf die Vergangenheit.“ Es sei Aufgabe der Wortgottesdiensthelfer, die Menschen in ihren Gemeinden in diesem Vertrauen zu stärken. „Über uns ist einer, der uns grenzenlos liebt“, betonte der Weihbischof.

Mit dieser Gewissheit könne man in die Welt hinausgehen und diese in die Welt hineintragen. Im anschließenden Gespräch der liturgischen Dienste mit dem Weihbischof legte der Leiter des Schweinfurter Diözesanbüros, Richard Keller, Zahlen und Fakten im Dekanat Schweinfurt-Süd auf den Tisch.

Derzeit sei das Amt des Dekanatsbeauftragten für Liturgie und Kirchenmusik unbesetzt, so Keller. Aktuell sind 66 Gottesdienstbeauftragte, 279 Kommunionhelfer und 178 statistisch erfasste Lektoren im Dekanat Schweinfurt-Süd tätig.

Maria Garsky begleitet die Gottesdienstbeauftragten in den drei Schweinfurter Dekanaten. Bei Bedarf soll im Frühjahr 2017 ein neuer Kurs für Gottesdienstbeauftragte starten. Für Kommunionhelfer findet auch in Zukunft einmal pro Jahr ein Einführungskurs statt, so Keller.

Abschließend dankte Jörg Buchhold den Gemeindemitgliedern, die mit dem hergerichteten Pfarrsaal im Stammheim dafür sorgten, dass die „guten Gespräche“ stattfinden konnten. Sein Dank galt auch der Bildungsreferentin der Kja-Regionalstelle, Melanie Weikert, die gemeinsam mit ihm eine Brotzeit für die Teilnehmer vorbereitet hatte.

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