Beim Martinsumzug auch an kranke Kinder gedacht

14.11.2016

Mainpost 14.11.2016

GERNACH

Beim Martinsumzug auch an kranke Kinder gedacht

Vor 1700 Jahren lebte der Heilige Martin – und wir denken immer noch an ihn.

Eine ungewöhnliche Perspektive der Geschichte dieses Heiligen, der uns immer wieder zum Teilen auffordert, wählte die Wortgottesdienstleiterin Elke Dressel, zugleich Vorsitzende von KOMM-IN für die Gestaltung der Martinsfeier in der Gernacher St. Aegidius-Kirche: der Mantel des Heiligen Martin erzählte, wie es ihm erging.
Der Mantel (Elke Dressel) erzählte, dass alle Soldaten damals einen solchen Mantel trugen. Es habe ihm schon wehgetan, als er geteilt wurde, und eine Hälfte an einen armen, frierenden Bettler gegeben wurde. Das Teilen habe diesen aber vor dem Tod bewahrt, denn es war sehr kalt. Jesus sei dem Besitzer im Traum erschienen und habe ihm gesagt, dass er den Mantel an ihn, Jesus, gegeben habe – in Gestalt des Bettlers.
Den Wortgottesdienst zu Ehren des Heiligen Martin hatten Elke Dressel und ihr Wortgottesdienstleisterkollege Wolfgang Lukas zusammen mit den Betreuerinnen Nicole Schneider und Aileen Berchtold vorbereitet. Die KOMM-IN-Kinder und Jugendlichen trugen die Fürbitten vor.
Ein Schmunzeln zauberte das Gedicht „Teilen, teilen, das macht Spaß“, auf die Gesichter. Gemeinsam sprach man das Vater unser und bildete dabei eine Kette aller in der Kirche, indem man sich die Hände reichte.
Nach dem Gottesdienst zogen alle Kinder und Erwachsenen durch das Dorf, gesichert durch die Freiwillige Feuerwehr Gernach. Immer wieder hielt der Zug an, um gemeinsam Martinslieder zu singen.
Angekommen im KOMM-IN - Gelände, warteten schon Glühwein, Punsch, Martinspferdchen und Lebkuchen auf die Gäste. Der Erlös der Martinsfeier kommt dem Verein „Lachtränen“ zugute. Der Verein kümmert sich um die Kinder in Krankenhäusern, die unheilbar erkrankt sind, oder länger im Krankenhaus bleiben müssen.
„Klinikclowns sind speziell aus- und fortgebildete Künstler, Therapeuten und Pädagogen, oder spielbegabte Menschen aus sonstigen Berufsfeldern. Sie besuchen kranke Kinder im Krankenhaus oder alte Menschen im Seniorenheim, um mit ihnen eine gemeinsame Zeit voll Spaß und Freude zu verbringen“, heißt es auf der Homepage des Vereins (klinikclowns.Lachtraenen.de).

 

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