Das große Ziel ist ein Jugendblasorchester

16.02.2017

Mainpost 16.02.2017
STAMMHEIM

Das große Ziel ist ein Jugendblasorchester

Dass der Musikernachwuchs nicht einfach so vom Himmel fällt, wissen die Verantwortlichen des Musikvereins Stammheim nur zu genau. Am Sonntagnachmittag rührten Vorsitzender Michael Fischer und seine Mitstreiter beim Vorspielnachmittag kräftig die Werbetrommel.
„Unser großes Ziel ist es wieder ein Jugendblasorchester zu gründen“, sagte der Vorsitzende. Dass sich das Vorstandsteam und die Dirigenten des Musikvereins auf einem guten Weg befinden, zeigte die große Resonanz im Musikerheim. Über hundert Erwachsene und zahlreiche Kinder aller Altersgruppen erlebten einen unterhaltsamen Nachmittag mit musikalischen Feinheiten und jeder Menge Schnuppererlebnissen. „Wir wollen die Kinder und ihre Eltern für die Musik begeistern“, nannte Fischer die Zielsetzung.

Ein verrückter Professor

Einfach ist das nicht. Doch Markus Johnke weiß, wie man das macht. Als verrückter Musikprofessor zieht der Jugendbeauftragte des Musikvereins die anwesenden Mädchen und Jungen in seinen Bann. Seine Bilderrätsel, die er per Beamer auf die Leinwand wirft, stellen für den pfiffigen Musikernachwuchs keine allzu großen Hürden dar. Schließlich hat man das eine oder andere Musikinstrument schon im Kindergarten kennengelernt.
Viele Helfer greifen dem „Gelehrten“ unter die Arme, darunter auch die zweite Jugendvertreterin Bettina Lukas. Vor der Bühne sitzen die Kleinsten mit großen Kulleraugen und gespitzten Ohren. Als die beiden Jung-Drummer Cedrik Seiler und Max Leixner ihre Schlagzeugstöcke bei poppiger Musik im Duett rhythmisch auf die Trommeln donnern, wird deutlich: Musizieren kann so viel Spaß machen, spielerisch und ohne großen Druck. Der fetzige Rhythmus schwappt auch auf die Erwachsenen über.
Cedrik und Max sind zwei von vielen Musikschülern, die an diesem Nachmittag die Chance nutzen ihr Erlerntes live einem breiten Publikum zu zeigen. Wenig später demonstriert Laura Koch ihr Querflötenkönnen. Zusammen mit Musiklehrerin Sandra Weißenseel erntet sie den verdienten Applaus der Zuhörer, die es sich bei Kaffee und Kuchen richtig gut gehen lassen.

Alle Musiker helfen mit

Beifall gibt es für alle. Dirigent Sebastian Weißenseel ist zufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge. „Gut gemacht“ sagt er zu den Nachwuchsmusikern, mit denen er für den Auftritt auf den verschiedensten Instrumenten geübt hat. Im Musikerheim sind viele aktive Mitglieder der Dorfkapelle und der Gruppe „Die Stammheimer“. Sie helfen, als die Kinder Posaune, Trompete und andere Instrumente ausprobieren. Am Ende gibt es auf der Bühne ein gelungenes Miteinander von Jung und Alt, von Newcomern und alten Hasen. In Stammheim liegt die Musik in der Luft. Und so wie es aussieht, kann man sie noch lange hören.

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