Die Menschen Gottes Liebe spüren lassen

15.10.2016

Mainpost 15.10.2016

GERNACH

Die Menschen Gottes Liebe spüren lassen

Glaube – Hoffnung – Liebe“ war das Motto der Aussendungsfeier, das sich sechs neue Gottesdienstbeauftragte aus dem Kreis Schweinfurt für ihre Beauftragungsfeier ausgesucht hatten.
Partner, Freunde und Verwandte der neuen Beauftragten waren nach Gernach gekommen, sodass die Sankt-Aegidius-Kirche voll besetzt war. In einem bewegenden Gottesdienst, den Domkapitular Helmut Gabel zelebrierte, erflehten die Gläubigen die Gnade Gottes für die vier Männer und zwei Frauen, die sich unter den besonderen Dienst für das Wort Gottes stellen.
Wolfgang Lukas, neuer Gottesdienstbeauftragter aus Gernach, begrüßte alle Gäste: „Die Kirche ist im Wandel – Veränderungen stehen bevor.“ Diese Veränderungen brächten neue Aufgaben für die ehrenamtlichen Laien mit sich.
Domkapitular Helmut Gabel ging in seiner Begrüßung auf die immer vielfältiger werdende Gesellschaft und Kirche ein. In dieser Vielfalt seien die Laien gefragt, „nicht nur, weil es immer weniger Priester gibt“. Die Aufgabe der Gottesdienstbeauftragten sei es, die Menschen die Liebe Gottes spüren zu lassen. Musikalisch mitgestaltet wurde der Gottesdienst vom Chor Wegzeichen und Anita Niedermayer an der Orgel.

In seiner Predigt legte der Domkapitular den neuen Gottesdienstbeauftragten ans Herz, ihren Dienst aus Liebe zu tun: „Die Menschen sehen, ob es von Herzen kommt, was und wie Sie es tun; sie sehen, ob Sie die Menschen belehren wollen, oder aufbauen, ob Sie von oben herab sprechen, oder ob Sie an der Seite der Menschen stehen. Auf die Liebe kommt es an.“
Man solle sich nicht entmutigen lassen, auch wenn man mal mit Leuten zu tun hat, die den Dienst abwerten oder unsachliche Kritik üben. „Es gilt, den Glauben an den nicht zu verlieren, der uns gerufen hat.“ Ein bewegender Moment war die Anrufung des Heiligen Geistes für die zu beauftragenden Frauen und Männer, als die Gemeinde, zusammen mit dem Chor das Lied „O komm herab, Du Heiliger Geist“ sang.

Nachdem Domkapitular Helmut Gabel den Frauen und Männern das feierliche Versprechen abgenommen hatte, las Maria Garsky, Begleiterin während der knapp zweijährigen Ausbildung, die Namen der Kandidaten und Kandidatinnen vor. Der Domkapitular übergab dann die Beauftragungsurkunde und gratulierte zum neuen Amt.
Die sechs neuen Beauftragten hatten sich über fast zwei Jahre immer wieder getroffen, um die Vorbereitung und Leitung von Gottesdiensten einzuüben und ihr theologisches und liturgisches Wissen zu vertiefen. Auch das Vortragen liturgischer Texte wird unter fachkundiger Leitung eingeübt. Besinnungstage geben die Möglichkeit, den eigenen Glauben zu vertiefen und sich sicher zu werden, dass man die neue Aufgabe „aus vollem Herzen“ übernehmen will.
Die Kollekte aus dem Gottesdienst ging je zur Hälfte an die Frühchenstation des Leopoldina-Krankenhauses Schweinfurt und die Palliativstation des Josefskrankenhauses Schweinfurt. Die Gruppe bedankte sich bei bei allen, die an ihrer Weiterbildung mitgewirkt hatten. Besonderer Dank galt der Weiterbildungsleiterin Maria Garsky von der Katholischen Erwachsenenbildung in Schweinfurt.

Der Gottesdienst endete mit dem feierlichen „Te deum“, angestimmt von Pfarrer Thomas Amrehn. Unter den Klängen des Frankenliedes, das Anita Niedermayer am Akkordeon begleitete, zogen die neuen Gottesdienstbeauftragten ins TSV-Sportheim. Dort waren alle zu einem Empfang eingeladen.
Die neuen Gottesdienstbeauftragten: Wolfgang Lukas (Gernach), Lutz Saubert (Oberschwarzach), Matthias Ebner und Nicetas Hild (Schweinfurt), Ulrich Prümmer (Werneck) und Heike Fischer (Rundelshausen).

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