Die Weide am Weiher müsste weichen

07.04.2017

Mainpost 07.04.2017

KOLITZHEIM

Die Weide am Weiher müsste weichen

Bei der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses des Kolitzheimer Gemeinderats konnte Bürgermeister Horst Herbert neben den Ausschuss-Mitgliedern weitere Gemeinderäte begrüßen.

Auf der Tagesordnung standen mehrere Ortstermine. Der erste Stopp bei der Rundfahrt war am Weiher in Stammheim. Hier stellte Landschaftsarchitekt und Stadtplaner Thomas Wirth vom Büro Arc-grün aus Kitzingen den Gemeinderäten seine Planungen für diesen Ortsbereich vor.

Weiher, Brunnen und jüngere Bäume bleiben erhalten. Die große Trauerweide muss allerdings, da nicht mehr in gutem Zustand, entfernt werden. Die Treppe wird erneuert. Das Gelände zwischen Weiher und den Häusern um das alte Rathaus, bis hin zur Winzerstraße, soll so gestaltet werden, dass ein einheitlicher Platz entsteht, der auch als Festgelände genutzt werden kann.
Unterhalb des Brunnens kann eventuell ein bepflanzter Streifen angelegt werden. Auch entlang des Hauses an der gegenüberliegenden Straßenseite könnten Verschönerungen vorgenommen werden. Die Bruttokosten für diese Maßnahmen berechnet Planer Wirth auf zirka 274 000 Euro. Höher wird der Betrag, wenn auch die ein oder andere der vorgeschlagenen Pergolen dazukommen.
Auch die Mauer zwischen Maintalstraße und Kirchweg müsste ausgebessert werden und eventuell eine neue Abdeckplatte erhalten. Ein neues Geländer soll ebenfalls angebracht werden. Es würde 23 000 Euro kosten.
Bürgermeister Horst Herbert hofft für alle diese Maßnahmen auf einen 50-prozentigen Zuschuss aus dem Eler-Förderprogramm der EU. Momentan können die Kosten für das Vorhaben nicht auf die Anlieger umgelegt werden, antwortete das Gemeindeoberhaupt auf eine Frage. Dies könnte nur dann erfolgen, wenn der Kirchweg ausgebaut werde, was nicht beabsichtigt sei.

Das Gremium stimmt diesem Vorkonzept einstimmig zu.

Sehr uneben sind teilweise die Wege im Stammheimer Friedhof. Hier schlug Robert Herbig, der Leiter des gemeindlichen Bauamtes vor, das Pflaster herauszunehmen, neue Einfassungen zu setzen und die Wege neu zu pflastern.
Betroffen sind der obere Querweg und der mittlere, nach unten führende Weg. Auch die Treppe am Ende des Weges müsste erneuert werden, ebenso die Abdeckung der Mauer daneben. Mit Kosten von 35 500 Euro rechnet Herbig für diese Maßnahme. Dies erschien einigen Räten zu teuer. Letztendlich wurde entschieden, von Betrieben in der Gemeinde Angebote einzuholen.

In der Bürgerversammlung angeregt, soll in Zeilitzheim auf Höhe der Pumpstation der alten Kläranlage eventuell ein Steg für Fußgänger über die Volkach errichtet werden. Auch eine Verbindung von einem Weg, der nordwestlich entlang des Baches führt, bis zum nach Obervolkach führenden Radweg, müsste gebaut werden.
Für einen Steg habe das Wasserwirtschaftsamt genaue Vorgaben gemacht. So wird unter anderem ein umlegbares Geländer gefordert, berichtete Bürgermeister Herbert. Geschätzte Kosten von
 50 000 Euro empfanden die Ausschussmitglieder als viel zu teuer.

Die Umsetzbarkeit einer günstigeren Variante für dieses Vorhaben wurde rege diskutiert, ebenso die Möglichkeit für einen Zuschuss. Über die Flurbereinigung gehe dies nicht, lautete die Antwort von Werner Herbert auf einen der Vorschläge. Vielleicht wäre die Sache mit Hilfe des Eler-Programms umsetzbar, brachte Bürgermeister Herbert eine weitere Möglichkeit ins Spiel. Vor einer weiteren Diskussion und Entscheidung sollen nun die genaueren Kosten ermittelt werden.

Im Gernach gibt es seit Jahren Klagen über die unebenen Wege im Friedhof. Der Ausschuss sieht hier aber keine großen Probleme. Die wenigen größeren Stolperfallen soll der Bauhof beseitigen, indem die überstehenden Platten neu verlegt werden, wurde beschlossen.

Einen neuen Belag erhielten kürzlich die Straße „Eulenberg“ in Zeilitzheim und der Dorfplatz in Gernach. Von der ordentlichen Ausführung der Arbeiten überzeugten sich die Ausschussmitglieder vor Ort.

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