Ein Anruf und Rufus kommt

04.08.2016

Mainpost 04.08.2016

GEROLZHOFEN/STAMMHEIM

Ein Anruf und „Rufus“ kommt

Angebot ist da, jetzt kommt es auf die Akzeptanz an. Seit Dienstag besteht die Möglichkeit, mit dem Rufbus von Stammheim nach Gerolzhofen zu fahren. Rufbus heißt: Er setzt sich nur bei Bedarf in Bewegung, allerdings nach einem festen Fahrplan.

Der Rufbus namens „Rufus“ wurde am Dienstag auf halber Strecke, an der Kolitzheimer Haltestelle Felsenkeller vorgestellt. Landrat Florian Töpper erklärte, das sei bereits das dritte Angebot dieser Art im Landkreis. Zwei Linien enden in Werneck, jetzt auch eine in Gerolzhofen. „Die Zukunft liegt nicht nur im Individualverkehr“, sagte Töpper. Deswegen habe der Landkreis mehr Mittel für diese Art des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) bereitgestellt. Die Nachfrage nach den bereits bestehenden Rufbussen sei hoch, bestätigte Töpper.

Zunächst für ein Jahr

Nach einem Jahr wird man sehen und evaluieren, wie die neue Linie angenommen wird. Das Defizit dürfe nicht zu hoch werden, meinte Töpper. Dass diese Linien ein Zuschussbetrieb werden, dürfte aber klar sein.

Den Fahrplan hat das Landratsamt in Abstimmung mit den Gemeinden längs der Strecke erarbeitet. „Die wissen am besten, was benötigt wird“, so der Landrat. Töpper zu der Frage, ob die Linie sinnvoll sei, obwohl insbesondere die Stammheimer, aber auch die Spiesheimer und Gernacher weniger nach Gerolzhofen als vielmehr nach Volkach oder Schweinfurt orientiert sind: „Vielleicht ändert sich das ja. Gerolzhofen hat viel zu bieten, von einem Krankenhaus über niedergelassene Ärzte bis hin zu Einkaufsmöglichkeiten.“

Auch Frankenwinheims Bürgermeister Herbert Fröhling sieht in der Linie insbesondere ein Angebot für Menschen, die zum Arzt müssen.

Lothar Kleinhenz vom Gerolzhöfer Busunternehmen das die Strecke bedient, sagte, das Rufbus-Konzept werde möglicherweise verhindern, dass leere Busse durch den Landkreis fahren. Für die Linie stehen ein neun- und ein 14-sitziger Bus zur Verfügung. Wenn ein Niederflurbus zum bequemen Einstig benötigt wird, werden Fahrgäste gebeten, das bei der Anmeldung zu sagen.

Wer den Bus braucht, muss sich eine Stunde vor der Abfahrt melden. „Rufus“ fährt am Dienstag und Donnerstag um 9, 11, 14 und 16 Uhr in Stammheim los und ist 40 Minuten später in Gerolzhofen. Am Samstag startet der Bus um 10, 11, 15 und 17 Uhr, am Sonntag und an Feiertagen um 13 und 15 Uhr.

In umgekehrter Richtung geht es Dienstag und Donnerstag um 10, 12, 15 und 17 Uhr in Gerolzhofen los, am Samstag um 12, 16 und 18 Uhr und an Sonn- und Feiertagen um 14 und 16 Uhr.

Der Rufbus fährt in Gerolzhofen die Haltestellen Bahnhof, Post, Krankenhaus und Nördliche Allee an, geht also auch ins Stadtzentrum. Weiter geht es über Frankenwinheim und Brünnstadt nach Zeilitzheim (drei Haltestellen), Herlheim, Oberspiesheim (zwei Haltestellen), Unterspiesheim (zwei Haltestellen), Gernach (zwei Haltestellen), Kolitzheim (zwei Haltestellen, Lindach und Stammheim (drei Haltestellen).

Die Linie ergänzt das bereits bestehende Angebot des Verkehrsunternehmens Kleinhenz auf der Linie 9308 Gerolzhofen – Kolitzheim.

Ein Fahrgast reicht

Der Bus fährt bereits, wenn sich nur ein Fahrgast mit der gewünschten Haltestelle meldet. Bei Gruppen mit mehr als acht Personen ist eine Anmeldung bereits am Vortag bis 15 Uhr nötig, damit das Busunternehmen disponieren kann. Im „Rufus“ gelten die normalen Kleinhenz-Tarife.

So kostet beispielsweise der Einzelfahrschein auf der Strecke Kolitzheim – Gerolzhofen 4,30 Euro, Unterspiesheim – Gerolzhofen 3,75 Euro. Fahrscheine sind im Bus zu haben.

Die kostenlose Rufnummer für die Busbestellung: Tel. (0800) 00 05 251

 

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