Einmal durch die Musikgeschichte

07.11.2016

Mainpost 07.11.2016

GERNACH

Einmal durch die Musikgeschichte
Mit Standing Ovations bedankten sich die Besucher des Konzertes der Musikkapelle Gernach für das tolle Programm, das die Musiker dargeboten hatten. Die Prägnanz der Einsätze, die spürbare Begeisterung von Dirigent und allen Mitwirkenden auf der Bühne sprang auf das Publikum über. Es war ein unterhaltsamer, abwechslungsreicher Abend, den die Gernacher Musikantinnen und Musikanten gestalteten.
Nach der Begrüßung der Gäste und Musikanten übergab Musikkapellenpräsident Benedikt Berchtold an die beiden Moderatoren Manuel Berchtold und Thomas Fenn. Die beiden wussten mit lustigen Dialogen, aber auch besinnlichen Gedanken das Publikum für sich zu gewinnen.
Gleich zu Beginn gaben sie einen Überblick über die Geschichte der Musik: „Wir sind in der Musikkultur wieder bei den Neandertalern angekommen“, meinten sie. Diese hatten die Trommel erfunden, denn: „Das große, braune Bärenfell spannten sie auf ein Gestell. Links und rechts gut festgebunden, war die Trommel dann erfunden“.

Das Trommeln auf der Bärenhaut

Aber die Menschheit hat sich seit dieser Zeit von der Höhe klassischer Musik wieder zurückentwickelt: „Im Discohaus, da kracht es heut wie in der Höhle seinerzeit: Bum, bum, bum, so dröhnt es laut, wie damals auf der Bärenhaut.“
Nach diesem lustigen Ausflug in die Musikgeschichte waren die Trompeten-, Tuba- und Klarinettenspieler an der Reihe. Dirigent Manuel Scheuring hatte über einen Zeitraum von etwa zwei Monaten mit den Gernacher Musikanten eifrig geprobt, und das konnte man hören.

Dem Stück „Auf zum Start“ folgte die als „schnell, scharf und knackig“ angekündigte Polka „Pfeffer und Salz“ von Mosch/Bummel, gefolgt von der Walzermelodie „Elenis Träume“. Den Solopart für Flügelhorn und Tenorhorn zu Beginn des Stückes „Von Freund zu Freund“ boten die Brüder Dominik und Marius Berchtold sicher und gekonnt dar.
Und nebenbei erfuhren die Zuhörer, dass Thomas Fenn aus Geldersheim deshalb bei den Gernachern mitspielt, weil, „der Dominik mitspielt, den Andre an der Tuba kenn' ich schon ewig, und du, Marius bist ja auch dabei. So kann ich hier einfach die Musik und Freundschaft super miteinander verbinden.“
Ein bisschen auf die Schippe nahmen die beiden Moderatoren Kornel Hetterich, den Komponisten der „Polka 19“. Als „Profi, der was kann und noch aus Gernach stammt“ sei ihm „kein gescheiter Titel“ eingefallen. Aber das Stück „geht doch gut ins Ohr“, beruhigten sie das Publikum. Vom Dirigenten eingeladen, ließ sich das Publikum beim Stück „Kirschblütenzauber“ nicht lange bitten und klatschte begeistert im Rhythmus mit. Nach der Pause zeigten die Musikanten, dass sie nicht nur böhmische Musik drauf haben, sondern auch über rockig-modernes Repertoire verfügen: „Gonna Fly Now“ ist die Filmmusik aus dem Film „Rocky“. Hier bekam besonders Tobias Walter für sein Solo am Schlagzeug Beifall.

Das Publikum forderte Zugaben

Erst Musik aus dem Film „Skyfall“, dann spielten die Musikanten das Stück „Nessaja“ von Peter Maffay. Sängerin Isabell Heck übernahm den Gesangspart. Die Zuhörer erklatschten sich noch einige Zugaben, unter anderem „Ich gehör' nur mir“, aus dem Musical „Elisabeth“ gesungen von Isabell Heck und begleitet von den Musikern. Mit dem Dank des Vorsitzenden von Benedikt Berchtold und dem gemeinsam gesungenen Frankenlied endete das gelungene Konzert

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