Erna Weilhöfer verstorben

20.07.2016

Mainpost 20.07.2016

GERNACH

Erna Weilhöfer †

Unter großer Beteiligung der Ortsbevölkerung wurde Erna Weilhöfer zu Grabe getragen. Sie war am 14. Juli im Alter von 83 Jahren gestorben.

Erna Weilhöfer war eine gebürtige Gernacherin. 1934 als drittes Kind von Ludwig und Antonia Pohli geboren, musste sie im landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern mithelfen, statt Friseurin zu werden. Ihr erstes Geld verdiente sie sich mit Kräutermachen.

Glückliche Zeiten erlebte sie mit ihrem Mann Lothar, den sie 1956 heiratete. Auf dem Bauernhof der Weilhöfers erwartete sie viel Arbeit. Erna besuchte die Landwirtschaftsschule in Gerolzhofen, machte den Führerschein für Auto und Traktor und übernahm das Amt der Ortsbäuerin, das sie 33 Jahre lang ausübte.

Sie organisierte Vorträge zu hauswirtschaftlichen Themen, lud zu Ausflügen ein und war maßgeblich beteiligt an der Gründung des Landfrauenchores. Auch das alljährliche Schmücken des Osterbrunnens am Gernacher Dorfplatz geht auf ihre Initiative zurück.

Nach der Wahl ihres Mannes zum Bürgermeister von Gernach kamen neue Aufgaben auf sie zu. Mit Flexibilität und Kreativität bewältigte Erna Weilhöfer die Herausforderungen, die der landwirtschaftliche Betrieb mit sich brachte, die Erziehung der vier Kinder und die Pflege der Tante, die nach dem Tod ihres Mannes nach Gernach zog.

Ein Herzensanliegen war ihr die Unterstützung der Missionsstation Tondoro in Namibia. Dort hatte ein Onkel ihres Mannes in den 1920er-Jahren eine Missionsstation gegründet. Immer wieder spendete Erna zusammen mit ihrem Mann großzügig, um zum Ausbau beizutragen. Lange Jahre trug sie auch Missionszeitschriften aus. In den letzten Jahren war Erna Weilhöfer zunehmend gesundheitlich beeinträchtigt, sie freute sich, das Fest der Diamantenen Hochzeit im Mai 2016 feiern zu können. Es war ihr letztes großes Fest mit der Familie. Um die Verstorbene trauern ihr Gatte Lothar, ihre vier Kinder, acht Enkelkinder und drei Urenkel.

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