Gemeinde müsste Brücke selbst zahlen

24.12.2016

Mainpost, 24.12.2016

UNTERSPIESHEIM

Gemeinde müsste Brücke selbst zahlen

 

Im Kolitzheimer Gemeinderat wurde erörtert, die Brücke der Gemeindeverbindungsstraße Unterspiesheim-Grettstadt so zu verschieben, dass eine Anbindung an die entstehenden Straßen möglich ist. Das war aber recht schnell vom Tisch: der aktuelle Planungsstand ist, dass diese Brücke abgebrochen und mit einer Fahrbahnbreite von sechs Metern neu aufgebaut wird.

„Wenn man den Standort der Brücke verändert, ist die Gemeinde mit im Boot“, erklärte Rüdiger Köhler vom Staatlichen Bauamt Schweinfurt. „Mit im Boot“ würde heißen, dass die Gemeinde die Baukosten für die Brücke am neuen Standort ganz übernehmen müsste. Das wäre ein Betrag zwischen vier und sechs Millionen Euro, wie Köhler auf Nachfrage von Alfred Bumm angab. Das sei eine grobe Schätzung, ohne dass er sich auf diesen Betrag festlegen lassen wolle.

Damit ist aber klar: die Verlegung ist von der Gemeinde nicht zu stemmen. Die Verlegung der Brücke war von der Flurbereinigung ins Spiel gebracht worden, aber auch das Gewerbegebiet in der Nähe der Firma Gleitsmann könnte davon profitieren.

Es gebe kaum Interessenten, die sich dort ansiedeln wollen, erklärte Bürgermeister Horst Herbert. Den Lückenschluss zwischen Ober- und Unterspiesheim durch ein Gewerbegebiet herzustellen, davon habe man schon vor längerer Zeit Abstand genommen.

Zu bedenken sei auch, dass nach aktueller Lage ein weiteres Gewerbegebiet nicht öffentlich gefördert werde. Es gab auch Überlegungen, das Gewerbegebiet im Süden von Tegut zu erweitern, oder im Osten der Staatsstraße 2271 Richtung Kolitzheim ein Gewerbegebiet zu planen.

Alle diese Überlegungen sind im Rahmen der angedachten Brückenverlegung entstanden.

Längerfristig müsse man sich überlegen, ob man weitere Gewerbeansiedlungen wolle, und, wenn ja, wie man die Attraktivität dafür durch eine bessere Anbindung an die B 286 erhöhen könne, erklärte der Bürgermeister.

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