Grippewelle zwingt zum Umbau

09.02.2017

Mainpost 08.02.2017

GERNACH

Grippewelle zwingt zum Umbau

Unter dem Motto „Stars und Sternchen“ stand der Dorfabend in Gernach in diesem Jahr. Und viele Stars und Sternchen waren auf die Bühne gekommen, um das Publikum zu unterhalten. Das gelang ihnen großartig, wie der langanhaltende Beifall am Schluss zeigte. Mit einer bunten Mischung von Tänzen, Sketchen, Liedern und Darbietungen gelang es den Akteuren, das Publikum mitzureißen.
Nachdem die Garde den Fünferrat in den Saal begleitet hatte, zeigte die Purzelgarde von Unterspiesheim ihr Talent. Die Kinder und Jugendlichen von Komm-in sorgten mit Sketchen für Heiterkeit: Der Direktor der seiner Sekretärin vorwirft, dass er nie etwas vergisst, während sie alles vergesse, straft sich Lügen: er ist ohne Hose ins Büro gekommen.
Entlarvt wird der Vater, der keine Angst vor den wildesten Tieren hat: „Da hast du also nur Angst vor der Mamma“, erkennt die Tochter. Viel Beifall erhielt Alena Schmidt für ihren Solotanz zum Thema „Alice im Wunderland“.
Dass Qi-Gong auf sehr unterschiedliche Weise heilsame Wirkung entfalten kann, zeigten eine Frauen- und eine Männergruppe. Während die Frauen mit sanfter Musik den Mond auf die Erde holten, spürten die Männer bei Marschmusik dem Geschmack des Bieres auf den Lippen nach. Das weckte Begehrlichkeiten bei den Frauen, es gab Wünsche, die Gruppe zu wechseln: „Da kriegt man wenigstens was zu trinken“.

Old Shatterhand trifft Lionel Messi

Die Komm-in-Gruppe brachte dann eine ganze Reihe von Berühmtheiten auf die Bühne: Sängerin Helene Fischer, die Fußballstars Lionel Messi und Robert Lewandowski. Selbst Old Shatterhand war aus dem Wilden Westen nach Gernach gekommen. Und Pippi Langstrumpf hob mühelos ihr Pferd. Gut kam beim Publikum auch an, dass Kinder und Jugendliche aus sieben Dörfern an dieser Nummer mitwirkten.
Der „Lubber von der Ringstrass“ hatte wieder Vieles aus dem Ortsgeschehen zu berichten. So war seine bange Frage, ob die Senioren den Fasching dieses Jahr wiederfinden, den sie letztes Jahr begraben hatten. Beifall fand auch die nach reichlich Glühweingenuss bei der Martinsfeier spontan gegründete Bürgerinitiative, Bruno Back zum Nachfolger des Bundespräsidenten Joachim Gauck zu wählen.

Faltenfrei dank Grünem Star

Mit kräftigem Beifall belohnt wurde der Tanz der Jugendgarde. Der fahrende Musikant bot Lustiges und Besinnliches: Er zeigte, wie der Grüne Star den Blick so trüben kann, dass man die eigenen Falten nicht mehr sieht. Und dass „Bier, Wörschd und Blasmusik“ gegen allerlei Leiden wie Arthrose und Scheidung helfen, machte der Musikant bekannt.
„Stars, die wir nie vergessen“ brachte der Frauenbund auf die Bühne: Gitti und Erika, Heino, Mireille Matthieu, die Wildecker Herzbuben, Roy Black, Wencke Myhre und andere wurden mit viel Beifall bedacht.
Die Wohnies – Gernachs Goldene Generation – waren in diesem Jahr so von der Grippenwelle geschwächt, dass sie ihr geplantes Stück nicht aufführen konnten. Das wird nächstes Jahr nachgeholt, „versprochen“ so Kornel Hetterich. Kurzfristig haben sie jedoch die Nummer „Die Baustelle“ auf die Beine gestellt und zeigten, wie es halt so zugeht auf einer Baustelle, auf der die Mitarbeiter viele Ideen haben, aber zögerlich sind, wenn es um die Umsetzung geht.
Mitreißend der Tanz des Gernacher Frauenbunds, der „Stars und Sternchen“ wie Marilyn Monroe, Bob Marley, Julia Roberts, Michael Jackson, Leonardo di Caprio und Kate Winslet, Marlene Dietrich, Tina Turner und nach Gernach holte.

Frankenwein statt Arche

Von den Schwierigkeiten des Archebaus berichtete Noah. Schon damals quälten ihn die Behörden mit ihren Vorschriften. Da ist es zu verstehen, dass sich Noah vom Archenbau ab- und dem Frankenwein zuwendet.
Die Geschwister Chantal und Joselle Schneider ernten für ihren Duo-Tanz begeisterten Beifall, ebenso wie Margot Trauner-Weilhöfer und Wolfgang Lukas, deren Kostüme „Biene Maja“ und „Musketier“ dem Fünferrat am besten gefielen.
Simon Treutlein und Kornel Hetterich brachten „Dinner for one“ in einer Gernacher Variation auf die Bühne, mit Kredelflääsch und Göger.
Gut kam auch die Idee an, die Weihnachtsgeschichte in die moderne Faschingszeit zu legen – Neulich in Bethlehem. Da beklagte sich Maria bei Josef, dass man sich die Reise nach Bethlehem hätte sparen können, wenn nur sein Handy gegangen wäre. Dann hätte man beim Einwohneramt anrufen können, und die Sache wäre erledigt gewesen. Als Josef die Vaterschaft für das Baby anzweifelt, war für Maria klar: „Bezahlen tust du trotzdem.“

„Jetzt lasst euch ned häng“

Die Bänkelsänger erzählten, wie sie vom Fünferrat gezwungen wurden, auch heuer aufzutreten. „Die Gaby hat gesagt, ihr müsst fei was mach?“, und der Appell von Petra lautete: „Jetzt lasst Euch ned häng, es wird schon was gehn.“
Das Männerballett mit den Blues Brothers und Playboy-Bunnies sowie einem echten Hasen, der sich offensichtlich verirrt hatte, hatte auch noch Marilyn Monroe zu Gast. Der temperamentvolle Auftritt bildete den gefeierten Abschluss des Dorfabends, der mit der Polonaise aller Mitwirkenden endete. Klar, dass die Bar danach noch regen Zuspruch fand.

Die Mitwirkenden

Fünferrat: Gaby Berchtold, Kornel Hetterich, Alfred Glos, Petra Dietz, Karin Johe-Nickel; Baby Starlights Unterspiesheim: Tamara Stock, Nelly Mauer, Leonie Ziegler, Leonie Reiher, Paula Heining, Lisa Memmel, Selina Hoffart, Betreuerinnen Julia Schug, Nina Piller, Anna-Lena Ries; Komm-in-Sketche/Playback-Show: Niklas Friedrich, Joselle Schneider, Despina Gkontos, Pelagia Gkontos, Pandora Gkontos, Elias Berchtold, Benjamin Berchtold, Svenja Schreckenbach, Cheyenne Duelli, Leandro Duelli, Lara Klüpfel (alle Gernach), Jonas Hoffart, Selina Hoffart, Nevio Figura, Yannik Reelfs (alle Kolitzheim), Mila Grimm (Garstadt), Nico Inzinger (Lülsfeld), Leon Gress (Oberspiesheim), Sophia Zachmann (Herlheim), Samantha Jenkins (Sulzheim),
Betreuerinnen Nicole Schneider, Monique Grimm, Aileen Berchtold, Manuela Schreckenbach, Unterstützung Chantal Schneider und Ingrid Lukas; Solo-Tanz: Alena Schmidt; Fränkisches Qi-Gong: Karin Johe-Nickel, Elisabeth Werner, Petra Dietz, Theresia Klüpfel, Lydia Schug, Marianne Ott, Johanna Nickel, Tobias Walter, Reinhard Heck, Siegbert Berchtold, Dieter Dietz, Alfred Glos;
Der Lubber von der Ringstrass?: Peter Claassen; Jugendgarde: Selina Fuß, Alena Dresch, Alena Schmidt, Ramona Maul, Betreuerin Julia Schug; Fahrender Musikant: Kornel Hetterich; Stars, die wir nicht vergessen: Gaby Berchtold, Lydia Schug, Selina Hoffart, Nevio Figura, Erhard Scholl, Hedwig Treutlein-Scholl, Petra Dietz, Dieter Dietz, Inge Arlt, Theresia Klüpfel, Linda Nickel, Marianne Ott, Elisabeth Werner, Gabi Walter, Karin Johe-Nickel, Jasmine Hoffart, Johanna Nickel; Baustelle (Wohnies): Simon Treutlein, Benedikt Berchtold, Stefan Claassen, Michael Müller; Stars und Sternchen (Frauenbund): Martina Treutlein, Claudia Ahles, Jasmine Hoffart, Elke Dressel, Lydia Schug, Sabine Nickel, Carola Eberlein, Andrea Heck, Marika Schmidt, Gabi Walter, Elke Weilhöfer, Linda Nickel, Hedwig Treutlein-Scholl, Text, Musik und Einstudierung Julia Schug; Noah: Karin Johe-Nickel
Duo-Tanz: Joselle und Chantal Schneider; Dinner for one: Simon Treutlein, Kornel Hetterich;
Neulich in Bethlehem: Andrea Heck, Reinhard Heck, Werner Treutlein, Martina Treutlein, Christa Back, Rainer Back, Claudia Ahles, Paula Claassen, Peter Claassen; Handtuchtanz: Simon Treutlein, Kornel Hetterich; Gernacher Bänkelsänger: Alfred Glos, Erhard Scholl; Männerballett: Sven Schäfer, Felix Eberlein, Benedikt Berchtold, Tobias Ott; Stefan Claassen, Benjamin Schneider, Andreas Nickel, Michael Back, Lucas Treutlein, Michael Müller, Dieter Dietz; Technik: Matthias Hetterich; Finanzen, Kasse: Manfred Schug; Technische Assistenz: Marianne Ott; Musik: Thomas Rost.

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