Große Grundstücke im neuen Baugebiet

20.02.2017

Mainpost 20.02.2017

KOLITZHEIM        
Große Grundstücke im neuen Baugebiet

„Der Frühling kommt“, sagte Bürgermeister Horst Herbert zur Begrüßung bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Kolitzheim angesichts des halben Dutzends von Bauanträgen, die dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorlagen. Dominik Dorsch, zuständig für die Bauleitplanung der Gemeinde, stellte die Bauvorhaben im einzelnen vor, und alle fanden die Zustimmung des Gremiums.
Landschaftsarchitektin Gudrun Rentsch vom Landschaftsarchitekturbüro „Arc Grün“ präsentierte das städtebauliche Konzept für das geplante Baugebiet „Am Auweg“ in Kolitzheim. Das Baugebiet liegt am nordöstlichen Siedlungsrand und hat eine Fläche von etwa 4,1 Hektar. Da der Trend momentan zu größeren Grundstücken gehe, sind die einzelnen Grundstücksflächen mit 700 bis 800 Quadratmetern relativ groß, so Rentsch.
Man war sich im Gemeinderat schnell einig, dass bezüglich der Bebauung der Grundstücke verschiedene Gebäudetypen und auch Dachformen möglich sein sollten. Bei der Gestaltung des Baugebiets entschied sich das Gremium einstimmig für eine Variante, die die Eingrünung des gesamten Baugebietes über Grünflächen vorsieht.
In der weiteren Diskussion wurden einige Veränderungsvorschläge eingebracht: Reinhold Holzheid schlug vor, die beiden nördlichsten Bauplätze wegzulassen – die Geruchsbelästigung durch das Überlaufbecken seien zu groß. Den Wiesenweg sollte man in die Grünfläche einschließen, so die Meinung von Berthold Pfaff.
Einhellige Zustimmung fand auch der Vorschlag, den Feldweg im Norden auszubauen und so einen Anschluss an den Max-Pohly-Ring zu schaffen. Diese Vorschläge nimmt Gudrun Rentsch nun in den Bebauungsplan auf.

In allen Ortsteilen, so berichteten die Gemeinderäte seien vermehrt Frostschäden an den Straßenbelägen zu beobachten, die repariert werden müssten. In welchem Umfang diese Reparaturen erfolgen sollten, darüber entspann sich eine lebhafte Diskussion. Martin Macks Vorschlag, erst nach einer Ortsbegehung über die jeweiligen Reparaturen zu entscheiden, wurde vom Gremium angenommen.
Anschließend kam eine lebhafte Diskussion zum Thema Ganztagsschule und Mittagsbetreuung in Gang. Bürgermeister Horst Herbert informierte, dass man zwischen gebundener und offener Ganztagsschule unterscheiden müsse. Wichtigster Unterschied: in der gebundenen Ganztagsschule ist die Anwesenheit an den Nachmittagen verbindlich, in der offenen kann die Nachmittagsbetreuung für einzelne Wochentage gebucht werden. Die Betreuung findet jahrgangsübergreifend statt und wird von außerschulischem Personal durchgeführt.
Bürgermeister Horst Herbert informierte, dass bei der Umfrage zum Bedarf an Mittagsbetreuung 28 Rückmeldungen eingingen. Um ein Angebot der gebundenen Ganztagsschule einrichten zu können, brauche man eine Mindestanzahl von Kindern, deren Eltern dieses Angebot wünschen. Diese Zahl ist noch nicht erreicht.

Als Ausweg aus diesem Dilemma schlug zweiter Bürgermeister Martin Mack vor, Eltern mit Kindern im Vorschulalter sowie die Eltern der Schüler der ersten bis dritten Klassen zu einer Informationsveranstaltung einzuladen, in der es um die gesetzlichen Vorgaben, die aktuelle schulische und räumliche Situation ausführlich gehen soll. So könnte den betroffenen Eltern bei ihrer Entscheidung für die offene oder geschlossene Ganztagsschule geholfen werden und die Wünsche der Eltern wären bekannt.

Dritter Bürgermeister Alfred Bumm gab abschließend zu bedenken, dass der Neu- oder Umbau der ehemaligen Schule in Unterspiesheim sehr kostspielig sei. Die vorgeschlagene Informationsversammlung könnte auch dazu beitragen, den Eltern die Komplexität dieses Themas deutlich zu machen. Auf diese Weise erhofft Bumm das Verständnis der Eltern.

 

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