Hohe Hürden für ein neues Gewerbegebiet

27.03.2017

Mainpost 27.03.2017

KOLITZHEIM
Hohe Hürden für ein neues Gewerbegebiet

Die Vorstellung der neuen Ortsbegrüßungstafeln, die Besprechung der Wünsche und Anmerkungen aus den Bürgerversammlungen, die Überlegungen zu einem neuen Gewerbegebiet sowie die Beschlussfassung über das neue Baugebiet „Oberer Ried III waren die wichtigsten Themen der Gemeinderatssitzung in Kolitzheim.

Wie geht es mit den Planungen von Gewerbegebieten in Unter- und Oberspiesheim weiter? Diese Frage sei nicht einfach zu beantworten, erklärte Bürgermeister Horst Herbert. Wenn man einen Ringweg in Unterspiesheim plane, müsse man das Gewerbegebiet rausnehmen.
Neue Gewerbegebiete müssten an bestehende Gewerbegebiete angegliedert werden. So könne man an ein Gewerbegebiet in der Nähe des Sportplatzes denken, oder auch in der Nähe der Biogasanlage in Oberspiesheim.

Die Aussichten für eine Genehmigung stünden jedoch schlecht, so der Bürgermeister, denn es seien Standortalternativen zu prüfen. In diese Prüfung müssten die Gewerbegebietsflächen im Umkreis der Gemeinde einbezogen werden, also die in Gerolzhofen beispielsweise. Dort sei die Nachfrage höher, und es stünden genügend Gewerbeflächen zur Verfügung. Außerdem habe es seit 1996 keine Nachfrage für die Ansiedlung eines Gewerbes gegeben.
Die Baugebietserweiterung „Am Oberen Ried III“ wurde beschlossen; somit stehen etwa 30 weitere Bauplätze zur Verfügung. Thomas Stahl von der Werbeagentur „Pantaris Ideenreich“ und Ulrike Bach, Vorsitzende des Verein „Fränkisches Weinkulturland der Gemeinde Kolitzheim“, stellten die Ortstafeln vor.

Auf allen Tafeln erscheint das Motto „Acht Dörfer – eine Gemeinde“. Ein größeres Bild zeigt im Hauptmotiv die Besonderheiten des jeweiligen Ortes, zwei kleinere Bilder zeigen weitere typische Gegebenheiten im jeweiligen Ort. So symbolisieren Ähren die Landwirtschaft oder Weingläser den Weinbau.

Die Vertreter aus Lindach und Gernach waren mit den vorgestellten Tafeln nicht zufrieden. Daher ist ein nochmaliges Treffen mit der Werbeagentur nötig.
Die benötigte Zahl von Begrüßungstafeln für die acht Ortschaften wurde bereits festgelegt. Die Gemeinde bezahlt für jeden Ort eine Tafel, wenn mehr Tafeln gewünscht werden, müssen die von den örtlichen Vereinen finanziert werden.

Steg über die Volkach ist möglich

Der Steg über die Volkach, der in der Bürgerversammlung in Zeilitzheim gewünscht wurde, ist nach Auskunft des Wasserwirtschaftsamtes grundsätzlich möglich. Der Steg ermögliche einen Rundweg im Süden des Ortes.

Der Haupt- und Querweg des Friedhofs in Stammheim muss nach Auffassung des Gemeinderates saniert werden. Eine Kostenschätzung beläuft sich auf 20 000 Euro. Die Abdeckungen auf den Mauern um den Friedhof und die Stufen müssten auch erneuert werden, das würde weitere 25 000 Euro kosten.

Dritter Bürgermeister Alfred Bumm regte an, dass man den Bauausschuss mit Vorhaben größeren Ausmaßes befassen sollte, bevor man in die tiefere Planung einsteige. Das war ein Vorschlag, der von Bürgermeister Horst Herbert aufgegriffen wurde.

Diskussionen gab es um die Siebenergebühren; das Thema war in Herlheim angesprochen worden. Hierzu informierte Herbert, dass es keine Rechtsgrundlage mehr gebe, Siebenergebühren etwa für die Räumung der Grenzsteine zu erheben. Klar sei, dass Kosten für die Wiederherstellung beschädigter Wege von dem Verursacher übernommen werden müssen.

Hinsichtlich der Ortsumgehung von Kolitzheim gibt es die Beschlusslage im Gemeinderat, dass sie nur gemeinsam mit der Gemeinde Volkach angegangen wird. Nach Auskunft von Staatssekretär Gerhard Eck bekäme die Gemeinde Kolitzheim Zuschüsse in Höhe von 80 Prozent, wenn sie selbst baut, erklärte Herbert. Kolitzheim wäre also nicht benachteiligt, wenn die Gemeinde die Umgehung selbst bauen würde.

Kindergarten beleuchten

Das Problem der mangelnden Beleuchtung am Kindergarten werde sich lösen, wenn das benachbarte Baugebiet in Angriff genommen werde, so dritter Bürgermeister Alfred Bumm.

Da auf der ganzen Strecke der Straße zum Kindergarten kein Kabel liegt, müssten die Kosten von geschätzt 8000 Euro auf zwei Anlieger umgelegt werden. Eine mögliche Lösung sei auch, dass der Trägerverein des Kindergartens eine Lampe am Gebäude anbringt.

Auch wenn die Friedhofswege in Gernach nicht ganz eben sind, sieht der Gemeinderat doch noch keine Notwendigkeit, die Wege zu sanieren, zumal der Hauptweg zum Leichenhaus vor nicht allzu langer Zeit hergerichtet worden sei.

 

 

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