Im Etat wird viel eingeplant, aber nicht alles verwirklicht

03.04.2017

Mainpost 03.04.2017

KOLITZHEIM

Im Etat wird viel eingeplant, aber nicht alles verwirklicht

Einziges Thema der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses des Kolitzheimer Gemeinderats war die Vorberatung des Haushaltes 2017, speziell des Vermögenshaushaltes.
In dem sind die Investitionen der Gemeinde zusammengefasst. Voraussichtlich können heuer 1,339 Millionen Euro aus dem Verwaltungshaushalt, der die laufenden Ausgaben umfasst, dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Es sei absehbar, dass dieser Betrag in den kommenden Jahren kleiner wird, informierte Kämmerer Werner Knoblach, der den Etatentwurf vorstellte.

Er berücksichtigt Kosten von 80 000 Euro für Rückflusssicherungen an den Hydranten. Für den Neubau des Feuerwehrhauses in Unterspiesheim sind 50 000 Euro angesetzt. Insgesamt dürfte der Bau 1,8 Millionen Euro erfordern.
Die Grundschule bekommt für etwa 40 000 Euro neue Computer. 50 000 Euro sind angesetzt als Planungskosten für die Ganztagesschule.
Angedacht ist die Erneuerung des Kriegerdenkmals in Unterspiesheim. Der ehemalige Brunnen soll integriert werden. Die Soldatenkameradschaft will Eigenleistungen erbringen, sagte der Zweite Bürgermeister Martin Mack.

Kirchenrenovierung

Für die Renovierung der Kirche in Kolitzheim sind etwa 400 000 Euro vorgesehen. 50 000 Euro sind vorgesehen für eventuell nötige Umbaumaßnahmen im ehemaligen Kindergarten St. Franziskus in Gernach, sollte dort eine Kleinkindbetreuung eingerichtet werden, für die Verbesserung des Lärmschutzes im Kindergarten in Unterspiesheim und andere bauliche Maßnahmen dort.
Die Dorfplatzsanierung in Gernach schlägt mit 30 000 Euro zu Buche. Tiefbaumaßnahmen am Dorfplatz in Stammheim sind mit 250 000 Euro veranschlagt, wobei Zuschüsse von 110 000 Euro erwartet werden. Auch für den Gehweg am Marktplatz von Zeilitzheim erwartet die Gemeinde knapp 31 000 Euro Förderung. 75 000 Euro sind insgesamt dafür angesetzt.
Vorsorglich werden auch 50 000 Euro für den Steg am Pumpwerk über die Volkach angesetzt, dessen Bau in der Bürgerversammlung angeregt wurde. Der Bauausschuss wird sich mit diesem Vorhaben noch näher beschäftigen, da wohl weitere Maßnahmen im Umfeld nötig werden.

Mit 200 000 Euro sind Zuweisungen und Zuschüsse für Familienförderung und Altorterhaltung angesetzt. 300 000 Euro Einnahmen erwartet die Gemeinde aus den Erschließungsbeiträgen für Baugebiete, 42 000 Euro aus Straßenausbaubeiträgen.

Größere Leerrohre

Diskussionen gab es bei den Straßenbaumaßnahmen: Wie könne die Reparatur von Straßen, etwa die Erneuerung des Straßenbelags, koordiniert werden mit der Verlegung von Glasfaserkabeln? Die Gemeinde will jeden Haushalt mit Glasfaserkabel für schnellen Internet-Anschluss versehen, was aber einige Jahre in Anspruch nehmen wird. Schon verlegte Kabel wurden oft unter dem Gehsteig verlegt. Verkompliziert wird die Situation dadurch, dass die im neuen Digital-Netz-Gesetz vorgesehenen Leerrohre einen größeren Durchmesser haben, als bisher verlegte. Für Straßenreparaturen stehen 100 000 Euro im Verwaltungshaushalt.

400 000 Euro stehen für die Straßen im Neubaugebiet Sommerleite Süd in Stammheim im Vermögensetat. Der gleiche Betrag wird fürs Baugebiet Oberer Ried in Unterspiesheim fällig, aber erst 2018. Die Asphaltierung der Straße am Eulenberg in Zeilitzheim kommt auf 50 000 Euro.

580 000 Euro verschlingt die Regenentlastung in Stammheim 2017 und 2018. Von der Kläranlage werden noch Rechnungen über etwa 930 000 Euro erwartet. 148 000 Euro muss die Gemeinde für DSL-Rohre und Anschlüsse ausgeben. 2017 betragen die Gesamtkosten für „Schnelles Internet“ 450 000 Euro.

120 000 Euro sind für die Erstellung der Wasserversorgung im Baugebiet Sommerleite Süd in Stammheim 2017 vorgesehen, 60 000 Euro für das Baugebiet Oberer Ried in Unterspiesheim. Für den Kauf unbebauter Grundstücke als Reserven für künftige Baugebiete, sind 100 000 Euro angesetzt.

Erfreulich sei die Investitionspauschale, so der Kämmerer. Sie beträgt heuer mit dem Demografiezuschlag 126 500 Euro. Dank der Senkung der Kreisumlage von 44 auf 42 Punkte müsse die Gemeinde außerdem etwa 150 000 Euro weniger an den Kreis abführen.

Einstimmig empfahl der Ausschuss den Etatentwurf dem Gemeinderat zur Beschlussfassung.

 

 

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