Kernbohrung soll für Klarheit sorgen

29.07.2016

Mainpost 29.07.2016

KOLITZHEIM

Kernbohrung soll für Klarheit sorgen

Bereits seit längerer Zeit steht die Neugestaltung des Dorfplatzes und des Eingangsbereichs zum alten Rathaus in Gernach auf der Liste der vorgesehenen Baumaßnahmen in der Gemeinde. Wolfgang Müller vom Büro IWM stellte in der Gemeinderatssitzung nun seine Planung hierfür vor.
So soll durch eine Rampe entlang des Rathauses und des angebauten Nachbarhauses – der Besitzer habe seine Zustimmung signalisiert – der Zugang auch für Behinderte möglich gemacht werden. Eine 1,5 Meter breite Rampe soll durch L-Steine begrenzt, gepflastert und mit einem Geländer versehen werden, so Müller. Weiter müssen Kabel im Boden entfernt und neu gelegt werden. Eventuell muss auch eine Dorflampe versetzt werden.

Auch eine Treppe soll im Bereich des Eingangs neu angebracht werden. Nur für diese Maßnahmen berechnete Müller Kosten von 30 000 Euro. Dies erschien dem Bürgermeister und einigen Räten zu viel. So gab Kurt Scheuering zu bedenken, ob es nicht wirtschaftlicher sei, eine Rampe in Stahlausführung anzubauen. Bürgermeister Horst Herbert fragte: „Was gewinnen wir mit einer Rampe?“ Denn, beim Eintritt in das Rathaus sei über einen schmalen Gang nur ein Raum erreichbar.
Um weitere Räume erreichen zu können, müsste man über die Treppe nach oben. Mit einer Treppe mit tiefen Stufen, einem Podest vor der Tür und einem ordentlichen Geländer könnten auch Behinderte ohne große Probleme in das Haus gelangen, zeigte sich Berthold Pfaff überzeugt.
Eine zu breite Treppe könnte die Zufahrt für die Anlieger beengen, gab hier das Gemeindeoberhaupt zu bedenken. Man müsse auch die Nutzung des Hauses in die Überlegungen mit einbeziehen, forderte Burkhard Krapf. Mit einer Stahlrampe könnte sich auch der Gernacher Rat Dieter Dietz anfreunden, ließ er durchblicken. Planer Müller wird sich nun nochmals mit dem Vorhaben beschäftigen.

Für den sehr unebenen und löchrigen Platz müsse allerdings ein Konzept gemacht werden, mahnte Reinhard Heck an. Nach seiner Meinung reiche hier eine neue Decke nicht aus. Auch der Untergrund müsse erneuert werden. Diese Meinung teilte Bürgermeister Herbert nicht. Um Klarheit zu erhalten wurde dann allerdings Wolfgang Müller beauftragt, durch eine Kernbohrung den Zustand des Unterbaus feststellen zu lassen. Auch der Bauausschuss wird sich den Platz anschauen.

 

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