Konrad Dusel aus Lindach ist gestorben

24.01.2017

Mainpost, 24.01.2017

 

LINDACH

Konrad Dusel aus Lindach ist gestorben

Der allseits geschätzte Lindacher, Konrad Dusel, ist mit 81 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Eine große Trauergemeinde verabschiedete sich nun von ihm auf dem Lindacher Friedhof.

In seiner Ansprache ging Pfarrer Emeka Ikejiama auf das Leben von Konrad Dusel ein, das von Höhen, aber auch von Tiefen geprägt war. Mit noch nicht einmal ganz zwei Jahren verlor Konrad Dusel seinen Vater Alfred durch einen Verkehrsunfall.

Konrad Dusels Mutter Maria musste sich daraufhin alleine mit ihrem Sohn um die heimische Landwirtschaft kümmern. Im Februar 1944 traf im Krieg zu allem Überfluss noch eine Brandbombe ihr Anwesen.

Als junger Mann musste Konrad Dusel schon bald Verantwortung für Haus und Hof übernehmen. So besuchte er, damals noch nicht selbstverständlich, die landwirtschaftliche Fachschule in Gerolzhofen, um sein Wissen zu vertiefen und zu erweitern.

Seine berufliche Leidenschaft galt zweifellos dem Obstbau, den er im Nebenerwerb noch bis zuletzt gerne als Hobby betrieb. Hier war er ein ausgewiesener Fachmann.

Hauptberuflich arbeitete Konrad Dusel zunächst sieben Jahre lang als Lkw-Fahrer bei der Firma Amrhein in Bergrheinfeld. Später wechselte er zur Firma Sachs in Schweinfurt. Dort war er Maschineneinsteller und schließlich Schichtführer. Nach 30-jähriger Betriebszugehörigkeit ging Konrad Dusel dort in Rente.

Seine Fernfahrertätigkeit weckte bei ihm auch ein weiteres Hobby: das Reisen. Zusammen mit seiner Frau Mina, die er 1963 heiratete, bereiste Konrad Dusel viele Länder Europas.

An erster Stelle stand für Konrad Dusel aber immer seine Familie. So unterstützte er seine vier Kinder und die fünf Enkel in jeder Lebenslage.

Daneben engagierte er sich auch innerhalb der Lindacher Dorfgemeinschaft. Als Jugendlicher spielte er Fußball beim FC, war bis ins fortgeschrittene Alter aktives Mitglied bei der Feuerwehr und stellte sich dem Obst- und Gartenbauverein über viele Jahre hinweg als Kassenwart und stellvertretender Vorsitzender zur Verfügung.

Den Eigenheimer- und den Kulturverein unterstützte er mit seiner Mitgliedschaft. Bei Dorfjubiläen, die mit großen Festzügen gefeiert wurden, gestaltete er gerne eigene Motivwagen, wo er sein handwerkliches Geschick unter Beweis stellen konnte. Foto: Dusel

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