Kurzweil, Küsschen und Gelächter

20.02.2017

Mainpost 20.02.2017

GERNACH

Kurzweil, Küsschen und Gelächter

Auch Senioren können feiern. Als Beleg dafür kann der Seniorenfasching in Gernach gelten, denn da ging es lustig zu. Niemand ließ sich lange zum Mitsingen der Faschingslieder und zum Schunkeln bitten.
Hermann Laarz hatte eingeladen und begleitete die Lieder musikalisch. Alfred Glos verstärkte die musikalische Begleitung mit seiner Trompete, wenn es passte. Durch das Programm führte der Leiter des Seniorenforums Gernach, Hugo Hetterich. Maria Wolf, Alfred Glos und Hermann Laarz sorgten mit ihrer Büttenrede, in der sie das eine oder andere Mitglied des Seniorenkreises mit lustigen Versen aufs Korn nahm, für Heiterkeit. So etwa, dass Hugo Hetterich vier Frauen hat, nämlich Sieglinde, Inge, Moni und Rita. Sie überreichen die Geschenke für die Senioren, etwa zu runden Geburtstagen und verteilen gerne Küsschen. „Sind immer lustig und lieb anzuschauen, der Hugo nennt sie ganz zärtlich 'Mei Frauen'. Sie basteln gern Sachen, schmücken die Tische, sie machen?s mit Liebe, sind immer frische“ – so werden sie beschrieben. Klar, dass jede von ihnen einen Schnaps bekam, wie auch all die anderen, die in der Büttenrede „dran“ waren. Auch dem Gemeinderat Dieter Dietz wurden Reime gewidmet: „Unser Gemeinderat, der Dieter, kommt zu uns auch immer wieder. Er ist ein gern geseh?ner Gast, ist Realist und kein Fantast.“

Lubber von der Ringstraße

Peter Claasen als „Lubber von der Ringstraße“ wusste von vielen lustigen Begebenheiten im Dorf zu erzählen. So konnte er über eine Helferin beim Schmücken des Osterbrunnens berichten. Der Verdacht, dass sie sich von der Arbeit drücken wolle, entpuppte sich als falsch. Denn sie war an einem stillen Örtchen eingeschlossen, nur ihr Handy, mit dem sie schließlich ihren Ehemann herbeirief, war ihre Rettung.
Großes diplomatisches Geschick legte Gemeinderat Reinhard Heck an den Tag. Nachdem die Maibaumburschen den Baum versehentlich im Heidenfelder Wald gefällt hatten, sorgte er für Straffreiheit. Auch dass Lektor Alfred Glos, „sonst nie der erste in der Kirch?“ einmal sehr früh da war – aber ausgerechnet an diesem Tag kein Gottesdienst war, sorgte für Gelächter.

Pfarrer Thomas Amrehn berichtete aus seinem Alltagsleben als Pfarrer: „Es ist schwer, Pastor zu sein“, war der Refrain seines Beitrags. Alfred Glos und Erhard Scholl erzählten als Bänkelsänger, wie schwer es war, etwas für diesen Fasching auf die Beine zu stellen. Nur dem massiven Druck des Fünferrates: „Jetzt lasst euch net heng, es wird scho was gehn, egal was es auch sei“, habe man sich gebeugt und ein Gedicht gemacht. Die Darbietungen wurden aufgelockert von Schunkelrunden und gemeinsam gesungenen Liedern. Hugo Hetterich gratulierte Programms allen Mitgliedern des Seniorenkreises, die seit dem letzten Treffen Geburtstag feiern konnten, mit einer kleinen Flasche Sekt – und natürlich verteilten seine „vier Frauen“ Küsschen.
Das Faschingsprogramm war eingerahmt von der Kaffeerunde, bei der es sich die Senioren gut gehen ließen und vom Abendessen, bei dem es zwei Gerichte zur Auswahl gab. Das Team des TSV Gernach unter Leitung von MaryAnn Fuchsberger sorgte für das leibliche Wohl.

 

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