Oberspiesheimer Seniorenkreis hält schon 50 Jahre lang durch

21.01.2017

Mainpost, 21.01.2017

 

OBERSPIESHEIM

Oberspiesheimer Seniorenkreis hält schon 50 Jahre lang durch

Der Seniorenkreis Oberspiesheim feierte sein 50-jähriges Bestehen.

Der Feier ging ein Gottesdienst in der St. Bartholomäus Kirche voran. Pfarrer Thomas Amrehn erklärte, wie wichtig es sei, dass ältere Mitbürger und Mitchristen sich zusammentun, um im Treffen und im Gespräch, aber auch in der Kultur, im Erleben von Geschichte und Heimat ihren Glauben vertiefen.

„So wurde es über die 50 Jahre zum Segen nicht nur für die Senioren, sondern für den ganzen Ort Oberspiesheim und die Kirchengemeinde St. Bartholomäus“, sagte der Geistliche. Man müsse nicht nur beginnen, sondern auch durchhalten, lobte er den Seniorenkreis.

Diakon Günther Schöneich, Dekanatsbeauftragter für die Seniorenseelsorge, gestaltete den Gottesdienst mit. Er ging in seiner Predigt auf das Buch Deuteronomium des Alten Testaments ein: Denk an die Tage der Vergangenheit, lerne aus den Jahren der Geschichte, frag deinen Vater, der wird es dir erzählen. Frag die Alten, sie werden es dir sagen, heißt es dort. In der Gegenwart an die Vergangenheit zu denken, das sei ein guter Rat, den uns der biblische Schreiber mitgibt, erklärte Schöneich.

Der Diakon ging auch auf die Geschichte des Seniorennachmittags ein. 1967 wurde der Seniorenkreis in Oberspiesheim gegründet. Es gab damals nur einen sogenannten Senioren-Ehrentag im Jahr, meist in der Vorweihnachtszeit.

Die ältere Generation wurde von der damals noch eigenständigen Gemeinde abwechselnd in die Oberspiesheimer Gaststätten Friedrich und Schöneich eingeladen. Meist gestaltete man ein Programm. Die älteren Frauen und Männer des Dorfes saßen bei Kaffee und Kuchen einige Stunden zusammen.

Wer aus gesundheitlichen Gründen an diesem Nachmittag nicht dabei sein konnte, dem wurde am Abend eine Flasche Wein und eine Tüte Plätzchen vorbeigebracht.

Altbürgermeister Franz Möhler hat diese Seniorennachmittage ins Leben gerufen. Bürgermeister Ambros Ament führte ihn dann weiter. Inzwischen wurde die Seniorenarbeit auch vom Dekanat begleitet.

Als Leiter stellte sich der damalige Rektor Friedolin Friedrich zur Verfügung. In seiner Zeit zeigte er bei den monatlichen Zusammenkünften viele historische Bilder. Es gab auch Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung. Aus dem damaligen katholischen Altenwerk wurde dann das heutige katholische Seniorenforum der Diözese Würzburg.

Marga Sternecker übernahm die Leitung des Oberspiesheimer Seniorenkreises für einige Zeit. Seit 2005 steht ihm Elli Herbert vor. Zusammen mit Gertrud Hawlas ist sie treue Teilnehmerin bei den Dekanatsversammlungen.

„Durch die Teilnahme am Seniorenkreis würdigen sie alle das Engagement und geben Kraft und Mut zum Weitermachen“, gratulierte Edeltraud Firsching dem Seniorenkreis. Die Donnersdorferin ist Regionalvertreterin im Diözesanvorstand des Seniorenforums für das Bistum Würzburg und stellvertretende Vorsitzende des Seniorenforums im Dekanat Schweinfurt Süd. „Sie haben etwas erreicht, es ausgebaut und am Leben erhalten“, sagte sie.

Bei den Senioren-Nachmittagen erfahre man Wertschätzung, Geborgenheit, Gemeinschaft und Freundschaft, sagte Anna Krug, stellvertretende Regionalvertreterin des Seniorenforums im Bistum. 50 Jahre seien es Wert, zurückzuschauen, aber auch nach vorne zu blicken.

„Kinder sind unsere Zukunft, Senioren das Fundament der Gesellschaft“, sagte Bürgermeister Horst Herbert, „besonders die Generation, die jetzt hier sitzt, die nach dem zweiten Weltkrieg Deutschland wieder mit aufgebaut hat“. Der Bürgermeister überreichte ein Präsent.

Den Oberspiesheimern gratulierten auch Betty Scheuring vom Seniorenkreis Unterspiesheim und Hugo Hetterich vom Seniorenkreis Gernach. Die Kinder der Kindertagesstätte „An den Linden“ brachten als Wichtel viele Säckchen mit guten Wünschen.

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