Pläne für den Dorfweiher

02.02.2017

Mainpost 02.02.2017 

STAMMHEIM     Bürgerversammlung

Pläne für den Dorfweiher

Beinahe wunschlos glücklich sind die Bürger in Stammheim. Diesen Eindruck konnte man jedenfalls bei der gut besuchten Bürgerversammlung im Musikerheim gewinnen.

Bürgermeister Horst Herbert musste nur wenige sehr sachlich vorgebrachte Fragen beantworten. Bereits im ersten Teil der Versammlung hatte das Gemeindeoberhaupt erklärt, dass wegen des neuen Baugebietes eine Regenwasser-Entlastung notwendig werde und ein neues Überlaufbecken errichtet werden müsse.

Darauf ging Alfred Hackenberg ein. Er wollte Genaueres über den Standort und die Finanzierung wissen. Der Standort sei jenseits der Straße und kurz vor dem Anschluss der jetzigen Kläranlage, antwortete der Bürgermeister. Die Kosten lägen bei 580 000 Euro. Diese würden allerdings nicht auf die Bürger umgelegt, so die Antwort. Auch Leerrohre würden mit verlegt.

Friedhofswege sind Stolperfallen

Bereits im vergangenen Jahr war versprochen worden, die Friedhofswege auszubessern, erinnerte Josef Schmitt, der hier von Claudia Seißinger unterstützt wurde, die die Wege als Stolperfallen bezeichnete.

Die Arbeit sollte durch den Bauhof erledigt werden, konnte allerdings wegen Krankheit von Mitarbeitern nicht durchgeführt werden, so das Gemeindeoberhaupt. Nun will die Kommune die Arbeiten an eine Firma vergeben. Im Augenblick sei es allerdings nicht einfach, einen Betrieb für solche Arbeiten zu finden.

Josef Schmitt schlug auch vor, Gräber zu verkleinern beziehungsweise Umrandungen zu versetzen, um mehr Platz auf den Wegen zu schaffen. Gräber zu verkleinern sei nicht möglich, es sei denn, man mache aus Familiengräbern Einzelgräber, lautete die Antwort. Und für die Einfassungen seien die Grabbesitzer selbst zuständig.

Michael Fischer wollte wissen, ob es bei der Verlegung von Glasfaserkabeln nötig sei, die Gehsteige aufzubaggern. Wäre es nicht möglich, die alten Kupferkabel einfach herauszuziehen und die Glasfaserkabel einzuziehen?

Die Kupferkabel wurden einst nur in die Erde verlegt, nicht in Rohren, lautete die verneinende Antwort. Es gebe zwar eine neue Frästechnik die allerdings wegen der geringen Tiefe aber auch Nachteile habe. Diese Technik werde bis jetzt auch nur von wenigen Firmen angeboten von denen er keine kenne, so Herbert.

Zum Schluss bat Claudia Seißinger darum, die Bäume vor ihrem Haus zurückzuschneiden. Er werde mit dem beim Bauhof angestellten Landschaftsgärtner reden, versprach das Gemeindeoberhaupt.

Zu Beginn der Versammlung hatte Bürgermeister Horst Herbert über die Situation in der Gesamtgemeinde referiert (wir berichteten). Auf die Stammheim betreffenden Themen ging er dabei ausführlich ein.

Kläranlage muss erweitert werden

Im Moment gebe es im Ort keine Bauplätze. Die Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet seien allerdings vergeben und sollten eigentlich bereits im Herbst beginnen. Nun hoffe er auf einen baldigen Anfang, so das Gemeindeoberhaupt optimistisch. Dies sei natürlich wetterabhängig. Positives berichtete er auch über das Breitbandnetz, das die Telekom in Stammheim ohne Zuschüsse ausbaue.

In Planung sei die Neugestaltung des Weihers und seiner Umgebung, für die es Fördermittel gebe.

Die Stammheimer Kläranlage müsse erweitert werden, so eine weitere Information. Es sei nötig eine Phosphat-Fällung einzubauen. Auch die Elektrotechnik werde erneuert. Dadurch könne die Anlage an die neue Kläranlage bei Zeilitzheim angeschlossen und von dort überwacht werden.

Zur Schiffsanlagestelle hatte Herbert eine weniger positive Information. Derzeit laufe eine Ausschreibung für den weiteren Mainausbau. Wenn die Firma Beuerlein den Zuschlag für die Arbeiten erhalte, würde die Anlagestelle für die Undine in dieser Zeit ausfallen.

Von den 5517 Einwohnern der Großgemeinde Kolitzheim leben 820 in Stammheim, erfuhren die Bürger weiter, sechs weniger als im Vorjahr.

 

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