Seit 20 Jahren dreht sich alles um Wein und Kultur

23.03.2017

Mainpost 23.03.2017

STAMMHEIM/KOLITZHEIM

Seit 20 Jahren dreht sich alles um Wein und Kultur

Die Entwicklung von Konzepten und Ideen sowie die Durchführung nachhaltiger Maßnahmen zur Stärkung von Kultur und Tourismus sowie hinsichtlich Weinwerbung, landwirtschaftlicher Erzeugung, Vermarktung, Landschaftspflege und vieles mehr hat sich seit nunmehr 20 Jahren der Verein „Fränkisches Weinkulturland der Gemeinde Kolitzheim“ (FWK) auf die Fahne geschrieben.

Bemerkenswert ist, dass sämtliche Arbeit im FWK seit der Gründung am 10. März 1997 auf ehrenamtlicher Basis geleistet wird. Anlässlich des runden Geburtstages luden die Verantwortlichen um Vorsitzende Ulrike Bach die Mitglieder und zahlreiche Gäste zu einem festlichen Abend in Kombination mit der Jahresversammlung ins historische Rathaus nach Stammheim ein.

Georg Bätz von der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG), „Mentor und Berater des FWK in fachlichen Fragen“ wie Ulrike Bach sagte, blickte auf die Anfänge des Vereins zurück, die er damals bereits begleitet hatte.

Er attestierte den Verantwortungsträgern im FWK über alle Wahlperioden hinweg gute Arbeit. Es sei „extrem viel gemacht worden“. Als Beispiele nannte er unter anderem den Genussmarathon, die Weinlesefeste und den zertifizierten Weinwanderweg „Wein-Kult-Tour“. Bätz wünschte dem FWK zum Geburtstag „mindestens nochmals 20 weitere, erfolgreiche Jahre, gutes Durchhaltevermögen, ein dickes Fell und weiterhin gute Zusammenarbeit“.

Bürgermeister Horst Herbert stellte erfreut fest, dass der FWK in den 20 Jahren deutliche Spuren hinterlassen habe. Er dankte allen, die Verantwortung getragen haben und dies immer noch tun. Beispielhaft würdigte das Gemeindeoberhaupt die Verdienste von Monika Ziegler, die von Anfang an bis heute im FWK-Vorstand aktiv ist. Wie in vielen Vereinen sei nun aber auch im FWK mittelfristig die nächste Generation gesucht, um anstehende Herausforderungen bewältigen zu können. Denn der Verein sei für das Image der Gemeinde sehr wichtig, betonte Herbert.

Der offizielle Teil der Jahresversammlung wurde extra knapp gehalten, damit die Feier des Jubiläums im Vordergrund stehen konnte. Vorsitzende Ulrike Bach blickte deswegen nur kurz auf das vergangene Jahr zurück.

Das Mainfährenfestival, das Weinlesefest, ein runder Tisch zur Erarbeitung zukunftsträchtiger Konzepte sowie die Alltagsgeschäfte rund um Werbung insbesondere zum aktuell beliebten Thema Weinwandern bildeten die Schwerpunkte.

Schatzmeisterin Christiane Wider legte dar, dass der Verein finanziell gesund ist. Franz Moller bescheinigte als Kassenprüfer einwandfreie Buchführung.

Die FWK-Führungsriege nutzte den würdigen Rahmen der Veranstaltung, um erstmals die finalen Entwürfe der neuen Ortsbegrüßungstafeln vorzustellen. „Acht Dörfer – eine Gemeinde“ lautet das Leitmotto, wie Vorsitzende Bach erläuterte. Die Tafeln sind mit für den jeweiligen Ort charakteristischen Bildern gestaltet, haben aber dennoch ein gemeinsames Layout mit Wiedererkennungswert.

Im Verlauf des Abends erhielten alle anwesenden FWK-Gründungsmitglieder von der stellvertretenden Vorsitzenden Elsbeth Redweik ein Pralinen-Präsent.

Der kulinarische Rahmen war dem Jubiläum mehr als angemessen: Eine Weinprobe, bei der die Jungwinzer der Gemeinde ihre teils sogar preisgekrönten Spitzen-Weine ausschenkten, wurde von einer Genießerbrotzeit begleitet. Diese setzte sich aus drei Gängen zusammen, nämlich Fisch, Schinken und Käse.

Alle Produkte wurden von Mitgliedern des FWK bezogen und die Speisen auch von diesen, insbesondere vom Vorstandsteam, mit viel Liebe zum Detail zubereitet. Die Weine stammten aus den Weingütern Dereser, Wein von Drei, Scheller, Ziegler und Mößlein.

 

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