Speasemer Spargel aus dem Weltraum

22.02.2017

Mainpost 22.02.2017

UNTERSPIESHEIM

Speasemer Spargel aus dem Weltraum

Die Hände zum Himmel und lasst uns lustig sein“ lautete das Motto der Frauenbund-Faschingssitzung in der Unterspiesheimer DJK-Sporthalle.
Fünf Stunden sorgte das Programm des Frauenelferrates für beste Faschingslaune. Die Präsidentin Carmen Schmidt führte charmant durch das abwechslungsreiche Programm und wurde von den zehn Damen des Elferrates bestens unterstützt. Die Präsidentin freute sich besonders, dass alle Darsteller und Schauspieler aus Ober- und Unterspiesheim kamen.

Gelungene Choreografien

Mehr als 120 Akteure zeigten ihr Können auf der Bühne, genauso wie bei den traditionellen und modernen Faschingstänzen. Für deren Erfolg sorgten nicht nur ihr tänzerisches Können, sondern auch farbenprächtige Kostüme und gelungene Choreografien. Dabei sicherte sich die Purzelgarde ebenso wie die Jugendgarde und die Showtanzgruppe den Applaus der Gäste.
Tänzerische Höchstleistung bot der Solotanz von Emily Tonat. Ihr Auftritt zeigte eine sportliche Bestleistung. Großen Beifall erntete auch das Männerballett für seine exzellente tänzerische Umsetzung des Themas „(T)Raumschiff Surprise“.
Ebenfalls ins Weltall begab sich Florian Brandeisen mit seinen Feuerwehrkameraden. Sie machten sich auf die Suche nach einem Ausweich-Planeten, geeignet für die Speasemer Spezies. „Speasemer an sich sind trinkfest, überwiegend lustig, geschäftstüchtig und weltoffen – sogar Gernachern und Herlheimern gegenüber“, so Brandeisen.

Redlichs Rechenaufgaben

Absolute Voraussetzung für eine Umsiedelung muss auch eine Bodenbeschaffenheit sein, die sich für Spargelanbau eignet. Gleich drei Auftritte hatten die Akteure der Gruppe „Die Zamgewürfelten“. So mancherlei Schwierigkeiten hatte dabei die Familie Redlich beim Lösen einer Rechenaufgabe der Tochter. 28 geteilt durch sieben gestaltete sich schwieriger als gedacht: „Wir haben sieben Gemeinden und 28 Pfarrer – halt, 28 Gemeinden und sieben Pfarrer. Halt, des kannste vergess. 28 Gemeinden und einen Pfarrer“, so der Lösungsansatz.
Unterspiesheim und sein Holz
Die äußerlichen Unterschiede zwischen einer bahnreisenden Stadtfrau und einer Landfrau machte die Gruppe schnell deutlich. Da wurden die Augenbrauen schon mal mit schwarzer Schuhcreme gezogen oder auch die Lippen mit Tomatenmark verschönert.

Tänzerische Themenumsetzung auf sehr hohem Niveau präsentierte das Unterspiesheimer Männerballett „Die Salatfreunde“ bei seinem Auftritt in der DJK-Sporthalle. Foto: Leo Stöckinger

Danach boten die Zamgewürfelten einige Parodien rund um das Thema Holz. So schlugen sie zum Beispiel vor, Laptops aus Holz zu fertigen. Zum Mitmachen animierten sie die Besucher mit dem Song „Ich und mein Holz“.

„Maddin for Börchermester“

Originell und lustig wurde die Quizshow „Ruck Zuck“ von den „Biff and the red lights“ präsentiert. Als Quizteilnehmer kamen Arbeiter, Jugendliche, Senioren und Politiker auf die Bühne. Mit seinem „Prestigeprojekt“ Kläranlage wurde Bürgermeister Horst Herbert parodiert. „Eigentlich wollten wir ja das Unterspiesheimer Feuerwehrhaus bauen, aber die Planer vom Berliner Flughafen hatten noch keine Zeit.“ Und auch zweiter Bürgermeister Martin Mack blieb nicht verschont. Schon das Plakat mit Aufschrift „Maddin for Börchermester, Vote for me“ sorgte für Lacher im Publikum.

Auch der Auftritt der Elferratsdamen nahm eine Fernsehshow als Vorlage: „Shopping-Queen in Unterspiesheim“ mit dem „Elferrat Spezial - style dich zur Speasemer Faschingssitzung“. Skurrile Kostüme und Kleidungsstücke wurden gesucht.
Auch die Purzelgarde sorgte bei der Frauenbund-Faschingssitzung in der Unterspiesheimer DJK-Sporthalle für gute Unterhaltung. Foto: Leo Stöckinger
Natürlich durfte der Besuch beim Frisör nicht fehlen. Eine Teilnehmerin verwechselte dann die Shopping-Queen mit der Schoppen-Queen und entschied sich für ein zu kleines Dirndl.

Eine beschwipste Chorprobe

Eine Chorprobe mit ihrem „neuen“ Chorleiter brachten die Sängerinnen und Sänger des Chor Belcantos auf die närrische Bühne. Schnell stellte sich heraus, dass der Neue eigentlich die „Bamberger Alkoholiker“ dirigiert. Dass das ein nicht ganz perfekte Probe wurde, war klar.

Stimmung beim Mitsingen

Die stimmungsvollen Lieder animierten die Besucher zum kräftigen Mitsingen in der voll besetzten Halle. Das Ehepaar Fischingers bei der Eheberatung und der Sketch „Die Krawatte“ bildeten den lustigen Abschluss der närrischen Sitzung.

 

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