Startschuss für Bayerns Spargelernte in Lindach

06.04.2017

Mainpost 06.04.2017

LINDACH

Startschuss für Bayerns Spargelernte in Lindach

Feinschmecker dürfen sich freuen: Die Spargelsaison im Freistaat ist eröffnet. Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner holte am Mittwoch im Spargelhof Peter Seufert in Lindach (Lkr. Schweinfurt) die – zumindest offiziell – erste Stange des fränkischen Edelgemüses aus dem Boden. Dabei assistierte ihm die Fränkische Spargelkönigin Anna Hennicke aus Nürnberg.

Bevor es mit der Pferdekutsche hinaus zum Feld ging, outete sich der Minister als „begeisterter Spargelesser“. Allerdings auch als einer, der den saisonalen Genuss zu schätzen weiß: „Es muss nicht alles jeden Tag geben.“ Dass man mittels Folien den Saisonstart mittlerweile im Vergleich zu früher stets etwas vorziehen könne, nicht zuletzt um die Forderungen der Verbraucher zu erfüllen, sei für ihn in Ordnung. Das Beheizen von Feldern lehnte Brunner aber ab: „Man soll die Natur unterstützen, aber nicht manipulieren.“

 

Eng mit der Saisonalität ist die Regionalität verbunden. Im Freistaat wurden im vergangenen Jahr laut Bayerischem Bauernverband auf gut 3000 Hektar Anbaufläche pro Saison rund 20 000 Tonnen Spargel geerntet. In Unterfranken produzieren 106 Betriebe auf 563 Hektar das „königliche Gemüse“ – Tendenz steigend. Direktvermarktung durch die Erzeuger, kurze Wege zum Verbraucher, das garantiert laut Brunner „unschlagbare Frische, besten Geschmack und den Erhalt aller gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe“.

Und auch die Umwelt hat etwas von der Regionalität. „Jedes Kilogramm Spargel, das aus Übersee eingeflogen wird, belastet die Atmosphäre mit zwölf Kilogramm Kohlendioxid“, rechnete der Minister vor – fast zwanzigmal mehr als regional erzeugter Spargel.

Auch die Spargelkönigin Anna Hennicke aus dem Knoblauchsland pries die Vorzüge des fränkischen Edelgemüses und riet den Verbrauchern: „Augen und Nase auf beim Spargelkauf.“ So sei etwa das typische Quietschen beim Aneinanderreiben von zwei Stängeln ein untrügliches Zeichen für Frische.

Die Saison ist, auch wenn die warme Witterung derzeit den Start begünstigt, kurz. Zu Johanni am 24. Juni endet traditionell die Spargelsaison hierzulande. Sollten die milden Temperaturen anhalten und es auch gelegentlich regnen, rechnet Miriam Adel, die Vorsitzende des fränkischen Erzeugerverbandes, mit einem sehr guten Spargeljahrgang

 

Zu den News