Stelen erinnern an Ordensschwestern

04.07.2016

Mainpost 04.07.2016

UNTERSPIESHEIM

Stelen erinnern an Ordensschwestern

Von 1932 bis 1976 wirkten drei Erlöserschwestern in Unterspiesheim. Sie leiteten den Kindergarten, waren ansprechbar, wenn jemand krank war, spielten im Gottesdienst Orgel, wirkten als Handarbeitslehrerinnen, besorgten den Kirchenschmuck und die Kirchenwäsche.

Weil schon vor 40 Jahren immer weniger Frauen in den Orden eintraten, zogen sich die Schwestern aus Unterspiesheim zurück. Bei der Neugestaltung des Umgriffs der Pfarrkirche St. Sebastian überlegte Pfarrer Thomas Amrehn, an das Wirken der Schwestern zu erinnern. Im Gespräch mit Hobby-Steinmetz Peter Engelbrecht wurde die Idee geboren, aus den alten Stufen der Kommunionbank eine Erinnerung an das Wirken der Schwestern zu schaffen.

Engelbrecht gestaltete eine Stele, die helfende Hände, ein Herz und das Kreuz zeigt: Zeichen dafür, dass die Schwestern mit Herzblut halfen, und dies als Auftrag in der Nachfolge Christi ansahen. Eine zweite Stele rechts daneben stellt ein stilisiertes Buch dar, mit dem Text: „In dankbarer Erinnerung an das Wirken der Schwestern des Erlösers in Unterspiesheim von 1932 bis 1976“.
Die stellvertretende Landrätin Christine Bender war von der Idee so angetan, dass sie einen Rosenstock stiftete. Die Rosensorte „Aspirin“ erinnert nun daran, dass die Schwestern auch in der Krankenpflege tätig waren.
Die Farbe der Rose wurde mit Bedacht gewählt: Weiß ist Symbol für die Ordensgelübde der Keuschheit und des Gehorsams. Die Rose hätte aber nicht gepflanzt werden können, wenn Peter Engelbrecht und Herbert Brand nicht dafür gesorgt hätten, dass die Stelen ein gutes Fundament und einen ansprechenden Rahmen bekamen. Sie gestalteten ehrenamtlich die herzförmige Fläche, in der die Stelen stehen und die Rose wachsen kann.

Auch die ramponierte alte Friedhofsmauer wurde in ehrenamtlicher Arbeit von einem ganzen Team restauriert: Heinz Plempel, Wolfgang Erich, Herbert Brand, Siegfried Wieland, Irma Erich und Erich Engelbrecht leisteten ihren Beitrag dazu. Helmut Ermann steuerte Ideen zur Bepflanzung bei und sponserte einen Teil der Pflanzen, den anderen Teil lieferte die Gärtnerei Wolf zu einem Sonderpreis. Pfarrer Thomas Amrehn dankte allen Helfern.

 

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