Wieder ein barockes Prunkstück

30.08.2016

Mainpost 30.08.2016

OBERSPIESHEIM

Wieder ein barockes Prunkstück

Am Sonntag feierte die Kirchengemeinde in Oberspiesheim ihr Kirchenpatrozinium, den Tag des heiligen Bartholomäus. Es war die erste Messe in der renovierten Kirche.
Pfarrer Thomas Amrehn ging in seiner Predigt auch auf die Herkunft des Namens Bartholomäus ein. Er stammt aus dem Griechischen. Der Namen wird als „Sohn des Furchenziehers“ gedeutet. Amrehn forderte die Gottesdienstbesucher auf, den Samen des Glaubens und des Friedens auszustreuen in die Furchen, die jedem gezogen seien.
Am Ende des Gottesdienstes erfolgte das „Te deum laudamus“ (Dich, Gott, loben wir). Es ist ein feierlicher Lob-, Dank- und Bittgesang der katholischen Kirche in lateinischer Sprache.

Es folgte der Gang mit dem Allerheiligsten um die renovierte Kirche. Dies symbolisiere die Wiederinbesitznahme des Gotteshauses nach den Arbeiten, erklärte Pfarrer Amrehn. Er freute sich besonders darauf, am Nachmittag zwei Kinder in der Kirche taufen zu können.

Erstmals fand der Festgottesdienst nach über einjähriger Sanierung des Kircheninnenraums wieder in der Oberspiesheimer Kirche statt, die mit ihren weißen Wänden jetzt lichtdurchflutet wirkt. Der Ausdruck „barockes Prunkstück“ beschreibt die kleine Kirche jetzt wieder besonders gut. Bis vor wenigen Tagen war ungewiss, ob es gelingen könnte, das Patrozinium schon wieder hier zu feiern, da noch etliche Handwerker emsig an der Einrichtung arbeiteten. Umso mehr freuten sich Kirchenverwalter Franz Eisenhut-Fuchsberger und Waldemar Gottscholl, dass es doch gelang.
„Nicht nur Firmen werkelten an der Kirche, die 1790 erbaut wurde, sondern es wurden auch sehr viele ehrenamtliche Arbeitsstunden absolviert“, berichtete Gottscholl. Insgesamt leisteten die Helfer bis jetzt schon 980 Stunden. Dabei zeigte sich vor allem das Abschlagen des alten Putzes als Mammutaufgabe. Etwa elf Tonnen Material transportierte man aus der Kirche.

Auch die Elektroinstallation einschließlich der Beschallungsanlage wurde von ausgebildeten Fachleuten ehrenamtlich installiert. Bei allem Geleisteten sind noch nicht alle Arbeiten ausgeführt.
So wird noch eine Bankheizung installiert. Ausbesserungen erfolgen noch am Gloria in der Deckenmitte. Auch die Reinigung der Kanzel steht noch aus. Der aus Bildern bestehende Kreuzweg ist noch nicht wieder aufgehängt.
Komplementiert wird die renovierte Inneneinrichtung durch einen neuen Altar und einen neuen Ambo sowie einen Windfang im Eingangsbereich. Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass die Arbeiten bis zur Bischofsvisitation im November bewerkstelligt werden können.

Beim Solidaritätslauf, bei dem Spenden für Pfarrer Deogratias Nditi aus Tansania erlaufen werden sollten, kamen trotz des heißen Wetters 94 Runden zusammen. Die erlaufenen 57 Euro wurden noch am gleichen Abend an Nditi übergeben. Den Solidaritätslauf betreuten Annalena Zinser und Hanna Ebert. Pfarrer Deogratias Nditi hatte Pfarrer Thomas Amrehn in dessen Urlaub vertreten

 

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