Wohin kommt die Ganztagsbetreuung

13.02.2017

Mainpost 13.02.2017

HERLHEIM      

Wohin kommt die Ganztagsbetreuung?

 

Mit seiner Frage zu den Plänen der Gemeinde für die Ganztagsbetreuung in der Grundschule setzte Ralf Schmitt in der Bürgerversammlung in Herlheim eine rege Diskussion in Gang. Dies dürfe nicht auf die lange Bank geschoben werden, so seine Meinung.

Im Moment werden die Schüler im Kindergarten in Oberspiesheim betreut, wofür die Eltern auch zahlen, erinnerte Bürgermeister Horst Herbert.

Diese Plätze seien allerdings belegt, weshalb nach neuen Möglichkeiten gesucht werde. Hier kämen die gemeindlichen Kindergärten in Stammheim und Zeilitzheim in Betracht. Längerfristig müsse man sich aber mit einer Ganztagsschule beschäftigen, bei der die Betreuung für die Eltern auch kostenlos sei.

Und hier gebe es verschiedene Überlegungen, so Herbert. Die Schulleitung möchte gerne einen einzigen Standort. Dafür käme nur die ehemalige Hauptschule in Unterspiesheim in Frage, die saniert oder neu gebaut werden müsse.

Die Umsetzung würde allerdings mindestens drei Jahre dauern. Auf der anderen Seite habe man drei Schulhäuser in gutem Zustand. Hier stelle sich die Frage eines Anbaus, was allerdings die Schulleitung nicht wolle.

 „Kann man die Schule nicht zwingen, in den saueren Apfel zu beißen“ und dies zu akzeptieren, fragte Katrin Habenstein. Gerd Ludwig meinte, bei einem Neu- oder Umbau einer ganzen Schule gehe es auch um viel Geld. Es müsse doch auch andere Optionen geben, so zum Beispiel im Herlheimer Schulhaus. Laut den Richtlinien des Kultusministeriums müsse die Ganztagsbetreuung in oder in der Nähe der Schule eingerichtet werden, antwortete Horst Herbert auf eine weitere Frage von Ralf Schmitt.

Im Hinterkopf habe er auch Überlegungen, ins künftige neue Gemeinschaftshaus am Dorfplatz Räume für die Betreuung der Schüler zu integrieren, antwortete das Gemeindeoberhaupt auf die Frage von Ewald Kopp.

Im Moment sei der Neubau und damit die Neugestaltung des Platzes allerdings zurückgestellt. Kopp hatte angesprochen, dass schon vor längerer Zeit versprochen worden sei, das ehemalige Schul- und spätere Kindergartengebäude abzureißen und neu aufzubauen.

 

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