Wohin mit der Ladesäule für Elektromobile

04.07.2016

Mainpost 04.07.2016

KOLITZHEIM

 

Wohin mit der Ladesäule für Elektromobile?

 

 

Auf das Thema Elektromobilität ging Bürgermeister Horst Herbert in der jüngsten Sitzung des Kolitzheimer Gemeinderats ein. Der Grund hierfür war, dass die Gemeinde bei der Überlandzentrale Lülsfeld eine Schnellladestation, eine so genannte Wallbox, gewonnen hat, erläuterte er.

Mit dieser modernen Ladestation, die an einer Wand abgebracht werden muss, könne die Batterie eines E-Mobils in etwa eineinhalb Stunden aufgeladen werden. Vier verschiedene Ladestecker beinhalte die Station.

Nun müsse man sich einen günstigen Standort für die Station überlegen, die durch Elektromobile frequentiert werden soll. Theoretisch könnte der Marktplatz in Zeilitzheim in Frage kommen, da es hier einen entsprechenden Stromanschluss gebe. Allerdings, so Bürgermeister Herbert, kommen die Gäste des Schlosses meist aus der weiteren Umgebung, und somit mit Autos, die mit Kraftstoff fahren.

Laut seinen Informationen laden 85 Prozent der E-Mobil-Besitzer ihre Fahrzeuge zu Hause, berichtete Herbert weiter. Deshalb würde sich die Wallbox nur an Standorten lohnen, wo sich die Fahrer längere Zeit aufhalten. Er denkt da eventuell an das größte Gasthaus in der Gemeinde, das in Herlheim.

Für Gemeinderat Berthold Pfaff kommt diese Station fünf Jahre zu früh.

Auch zum Laden von Fahrradakkus sei die Station uninteressant, da hier die Besitzer ebenfalls zu Hause Strom tankten, so Bürgermeister Herbert. Und mit einer vollen Batterie hätten die Fahrräder auch ohne Nachladen eine Reichweite von zirka 100 Kilometern. Zwischenstopps seien da eigentlich nicht nötig.

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