Zauberhaftes Winterkonzert

26.01.2017

Mainpost 26.01.2017

STAMMHEIM

Zauberhaftes Winterkonzert

Es gibt ja Leute, die vom Fernseh-Weihnachtsklassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ nicht genug kriegen und möglichst alle der gefühlt 20 Sendungen in den verschiedenen ARD-Programmen anschauen.

Für sie gab es beim Winterkonzert in der Pfarrkirche St. Bartholomäus in Stammheim jetzt einen Nachschlag: Die Titelmelodie des Märchenfilms, komponiert von Karel Svoboda, gespielt von Babett Endres. Und zwar auf einem der zauberhaftesten Instrumente, das es überhaupt gibt: der Harfe.
Mit einigen weiteren Stücken war die Künstlerin eingebunden in das große Konzert, zu dem der Stammheimer Gesangverein eingeladen hatte. Einzig der Lui-Chor hat absagen müssen, dafür holte sich der Männerchor Alitzheim (Leitung: Martin Willun) die Erlaubnis der Zuhörer, anstelle der ursprünglich geplanten drei nun vier Lieder singen zu dürfen.

Es war aber nicht nur das Aschenbrödel, und es war auch nicht nur der glockenklare Sopran von Radka Loudova-Remmler, der die Zuhörer in ihren Bann zog. Es war das große Ganze, die geniale Mischung aus jener Harfe und Sopran mit Chorgesang und dem Klavierstück „Winterimpressionen“ von Jannik Moller, dem jüngsten Interpreten des ganzen Abends.

Fridolin Remmler an der Orgel umrahmte das Konzert, mit einem Eröffnungs- und einem Abschlussstück. Dazwischen besang der Stammheimer Chor (Leitung: Herbert Bierlmeier) die Inseln in der Sonne („Islands in the Sun“), die Veeh-Harfen-Gruppe (Leitung: Rita Russ) glänzte unter anderem mit „Mich trägt ein Traum“ („I have a dream“ von Abba), der Männerchor Alitzheim intonierte neben „Abschied“ auch „Die wahre Liebe“, und der Chor aus Untereisenheim (Leitung: Paul Werner) trug auch mit Lenas Song mit bei zu einem gelungenen Winterkonzert.
Gut eineinhalb Stunden wechselten sich die Akteure vor und im Chorraum der Kirche ab. Langeweile war für diese Zeit ein Fremdwort. Einzig die Sopranistin und der Organist brachten ihre Stücke von der Empore aus zum Besten.

Direkt nach dem Konzert gönnten sich die Besucher noch, eingemummelt in dicke Jacken, mit Schal und Mütze versehen, den ein oder anderen Glühwein (oder Kinderpunsch) und die ein oder andere Bratwurst vor der Kirche. Ein Konzert, das auch einem Weihnachtskonzert alle Ehre gemacht hätte.

 

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