Zuschuss für die Kirchenrenovierung

16.01.2017

Mainpost 16.01.2017

KOLITZHEIM

 

Mit guten Wünschen für das neue Jahr an die Mitglieder des Gemeinderats und die Gäste bei der ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr verband Bürgermeister Horst Herbert besondere Glückwünsche an Walter Wiegand aus Herlheim zu seinem 65. Geburtstag. Er würdigte die langjährige Mitarbeit des Jubilars im Gemeinderat und hob sein jahrzehntelanges Engagement für den SV Herlheim hervor.

Anschließend beschäftigten insbesondere zwei Tagesordnungspunkte das Gremium: der Zuschussantrag der Kirchenverwaltung Kolitzheim zur Außenrenovierung der St.-Stephanus-Kirche in Kolitzheim und das geplante Denkmal der Dorferneuerung.

Außenrenovierung vorgezogen

Bei der Kirche war ursprünglich geplant, mit der Innenrenovierung zu beginnen. Bei näherer Untersuchung stellte sich aber heraus, dass die Schäden am Dach größer sind als erwartet. Um Kosten zu sparen, sei es daher sinnvoll, die Außenrenovierung vorzuziehen. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, einen Zuschuss für die Außenrenovierung in Höhe von 237 000 Euro zu geben. Für die Innenrenovierung hatte der Gemeinderat schon im März vergangenen Jahres eine Bezuschussung von 155 000 Euro beschlossen.

ürgermeister Horst Herbert erläuterte, dass sich die Bezuschussung für Kirchenrenovierungen nach dem Ein-Drittel-Modell richte: Gemeinde, Kirchengemeinde und Bistumsverwaltung übernehmen je ein Drittel der Kosten. Mit diesem Modell habe man einen guten Kompromiss gefunden, um Finanzierungsstreitigkeiten zu vermeiden.

Rudi Bender stellte im Anschluss als örtlicher Beauftragter der Dorferneuerung das hierzu geplante Denkmal vor. Die hohen Kosten für einen ersten Entwurf waren dem Gemeinderat „ins Auge gefallen“, so Bürgermeister Horst Herbert. Die Kolitzheimer Gemeinderäte und Vertreter der AG Dorferneuerung sollten sich daher, so der Vorschlag des Gemeinderats damals, Gedanken machen, wie die Kosten zu senken seien.

Rudi Bender hielt in einem kurzen Rückblick auf die Dorferneuerung in Kolitzheim seine Enttäuschung nicht zurück, dass keine weiteren gestalterischen Maßnahmen für den Dorfplatz umgesetzt werden sollen. Aus seiner Sicht wäre eine weitere Gestaltung sinnvoll und wünschenswert. „Aus Kostengründen, nicht aus Überzeugung“ habe man sich deshalb Gedanken gemacht, das Denkmal „abzuspecken“.

Bender fand die ursprünglich geplante Idee, das Denkmal auf beiden Seiten der Straße zu platzieren, überzeugender. Jetzt ist der Platz für das Denkmal an der Ecke Schweinfurter-Lindacher Straße vorgesehen. Anhand eines Modells erläuterte Bender den Sinn des Denkmals: Die Säule aus drei Steinblöcken - ursprünglich als ein Stück geplant - stehe für das Bestehende, Vergangene, aber zu Bewahrende. Das aus Metall geformte K sei ein Werkstoff, der für die Moderne stehe.

Die Figur auf dem Modell stelle die Aufgabe der Menschen im Dorf dar, der Vergangenheit treu zu bleiben, aber gleichzeitig offen zu sein für die Herausforderungen unserer Zeit. Diskutiert wurde dann über das Aussehen der Figur.

Einige Gemeinderäte fühlten sich von ihr eher an einen Sportler erinnert, als an einen Menschen, der die Spannung zwischen Tradition und Moderne symbolisieren soll. Bender nahm diese Anregung zur Kenntnis, gab aber zu bedenken, dass das Modell die Figur, wie sie letztendlich aussehe, nicht 1:1 abbilde. Der Bitte um Zustimmung zur Mitfinanzierung des Denkmals in Höhe von insgesamt 16 000 Euro stimmte der Gemeinderat zu. Auftraggeber ist die Teilnehmergemeinschaft für die Dorferneuerung. Die eine Hälfte der Kosten wird von der Gemeinde getragen die andere übernimmt die Flurbereinigung.

Einweihung zum Gemeindefest

Die Erstellung des Denkmals liegt in der Hand von Ewald Markert aus Lindach (Steinmetzarbeiten) und Harald Krischer aus Kolitzheim (Metallarbeiten). Die Einweihung des Denkmals ist für das Gemeindefest am 30. April in Kolitzheim geplant.

Bürgermeister Herbert bedankte sich bei Rudi Bender für dessen Einsatz bei der Dorferneuerung. Wesentliche Elemente der Dorferneuerung, die im Jahr 2004 begann waren unter anderem der Busplatz (ehemaliger Scheuringsplatz), die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt, die Erstellung des Freizeitgeländes an der Wadenbrunner Straße sowie die Gestaltung des Platzes an der Raiffeisenbank. Es entspreche der Bedeutung dieses Projektes, dass man mit einem Denkmal daran erinnere, so der Bürgermeister.

Nach kurzer Diskussion wurde der Jahresabschluss 2015 für die Wasserversorgung und die Photovoltaik-Anlagen festgestellt. Informiert wurde, dass der Wasserverlust bei sechs Prozent liege – ein Wert, der als sehr gut bezeichnet wurde. Als Verlust werden alle Wasserentnahmen gerechnet, die ohne Zähler entnommen werden.

Klagen von Bürgern, dass in der Maingasse in Stammheim häufig zu schnell gefahren werde, die Gemeinderat Thomas Wieland aus Stammheim abschließend vorbrachte, will man durch das Aufstellen einer Mess-Tafel begegnen. Der Vorschlag, in diesem Bereich eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h einzuführen, wurde wenig Aussicht auf Erfolg gegeben.

 

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