Zusehen und Mitmachen Mehrgenerationentag

02.02.2017

Mainpost 02.02.2017

SULZHEIM  / Pfarreiengemeinschaft  Marienhain

Zusehen und Mitmachen

um mittlerweile dritten Mal fand in der Pfarreiengemeinschaft Marienhain ein Mehrgenerationentag statt. Diesmal war Sulzheim der Schauplatz, und dort drei verschiedene Örtlichkeiten: Pfarrzentrum, Grundschule und Sporthalle.
Bürgermeister Jürgen Franz Schwab und Gemeindereferent Andre Christof, der Initiator der Mehrgenerationentage, begrüßten Akteure wie Besucher im großen Saal des Pfarrzentrums. Sie freuten sich, dass sich so viele Helfer finden, die sich für die Gemeinde einsetzen und die Veranstaltung eines solchen Mehrgenerationentags überhaupt erst möglich machen.

Flechten, Stricken, Backen

Ab 14 Uhr luden die verschiedensten Angebote zum Zusehen oder zum Mitmachen ein. Im großen Pfarrsaal demonstrierte der schon 85-jährige Korbflechter Alfons Dotzel sein Handwerk. Ihm ist es ein Anliegen seine Kunst weiterzugeben, bevor ihm dies altersbedingt nicht mehr möglich ist.
Im gleichen Raum waren auch die Sockenstrickerinnen zu finden. Sie zeigten geschickt, was man mit Stricknadeln und Wolle Schönes zaubern kann. Hier gab es für den einen oder anderen die Möglichkeit, ein paar warme Socken zu erwerben, die bei den derzeitigen Wintertemperaturen sicher nicht von Nachteil sind.
Für den guten Duft im Pfarrsaal sorgten die Bäckerinnen unter der Regie von Brigitte Büttner, die Rezepte für Waffeln und Muffins zur Verfügung stellten und sich beim Backen über die Schulter blicken ließen. Natürlich durften die Besucher die entstandenen Gebäckstücke dann auch versuchen.

Film weckte Erinnerungen

Großen Anklang fand das Angebot von Gerhard Ahles, der im kleinen Pfarrsaal einen alten Film über Sulzheim zeigte. Sehr schnell füllte sich der kleine Raum mit Besuchern, die in alten Erinnerungen schwelgten.
Im Obergeschoss kamen in der Holzkreativwerkstatt bei Gerlinde Engel und ihren Helfern sowie ein paar Zimmer weiter in der Nähstube bei Ingrid Krapf und ihrem Team diejenigen Besucher auf ihre Kosten, die gerne einmal selbst Hand anlegen wollten.
Ob beim farbigen Gestalten eines vorgefertigten Vogelhäuschens oder beim Nähen und Befüllen verschiedener Duftsäckchen – hier konnte jeder unter fachmännischer Anleitung etwas Schönes herstellen und mit nach Hause nehmen.
Zum Zuhören luden Margit Hofmann mit ihrem Büchereiteam und einigen ehrenamtlichen Vorlesern ein. Groß und Klein konnten entspannt Geschichten lauschen. Sie konnten aber auch einen Blick in den Bestand der gut sortierten Bücherei werfen.

Der Weg vieler Jugendlichen führte schnell in den Keller des Pfarrzentrums, wo sie unter der Anleitung von Sophia Rosmanith verschiedene Spielkonsolen ausprobieren konnten und sich gegenseitig herausfordern durften.

Die Kinder hatten währenddessen bei Gabi Barth in der „Baustelle Kindergarten“ Spaß mit Bauklötzen und anderen Spielsachen, die der Sulzheimer Kindergarten zur Verfügung gestellt hatte. Hier war der Fantasie der Kleinsten keinerlei Grenzen gesetzt.
In der Schulturnhalle der Grundschule gaben Christa Geck und Brigitte Heilmann einen Einblick in ihr Bewegungsprogramm. Sie zeigten Bewegungsangebote, die sie über das Jahr hinweg mit ihren Kindern beim wöchentlichen Kinderturnen durchführen.
Birgit Keilholz motivierte in einem Klassenzimmer ebenfalls zu sportlicher Betätigung. Wer wollte, konnte seine Beweglichkeit und sein Gefühl für Rhythmus bei Zumba testen.
In der Aula waren die verschiedensten Brettspiele zu bestaunen, uralte, aber auch sehr neue. Die Palette reichte von neueren Kinderspielen bis hin zum altehrwürdigen Schach. Sie waren von Irene Fuchs und Lorenz Ament an verschiedenen Stationen zum Kennenlernen, Ausprobieren und Mitspielen aufgebaut worden.

Andre Christof springt für Chor ein

Das Organisationsteam lud alle Teilnehmer dieses bunten Tages abschließend zum gemeinsamen Kaffeetrinken mit selbstgebackenem Kuchen ein. Statt des angekündigten Chors trat Gemeindereferent Andre Christof mit seiner Gitarre auf. Mit einem eigens geschriebenen Lied bedankte er sich bei allen Akteuren für ihre Bereitschaft zum Mitmachen beim Sulzheimer Mehrgenerationentag.
Er machte den Besuchern klar, wieviel Arbeit die Vorbereitung eines solchen Tages bedarf. Dahinter stecke das Engagement eines ganzen Teams, das sich erstmals am 15. Juni 2015 getroffen hatte. Michael Geck, Bernhard Wagner und Albrecht Dazer bilden dessen harten Kern. Bei insgesamt acht Vorbereitungstreffen sammelte das Team Ideen für die Gestaltung von Mehrgenerationentagen.

Ende mit Gesang

Im Februar 2016 hatten sich einige Pfarreimitglieder, insbesondere die Mitarbeiter des Organisationsteams, auf den Weg in Mehrgenerationenhaus in Binsfeld gemacht, um sich Anregungen zu holen für die Umsetzung des Mehrgenerationengedankens in der Gemeinde. Ziel soll sein, diesem in der Gemeinde nachhaltig Geltung zu verschaffen.
Mit drei gemeinsamen Liedern, die Andre Christof auf der Gitarre begleitete, und der Aussicht auf weitere Mehrgenerationentage ging eine Veranstaltung zu Ende, bei der alle Generationen eingebunden waren und bei dem für die Interessen aller Altersklassen etwas Ansprechendes geboten war.

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