An Kritikpunkten und Wünschen fehlte es nicht

27.06.2009

Mainpost 27.06.2009

 

KOLITZHEIM

An Kritikpunkten und Wünschen fehlte es nicht

 

 

Rege Diskussion über die Vorentwürfe

Bereits während der Vorstellung des Konzepts für die Maßnahmen zur Dorferneuerung durch Planer Frieder Müller-Maatsch gab es teilweise heftige Einwürfe der anwesenden Bürger. Hierauf betonten die Verantwortlichen mehrfach, die Pläne seien nur Vorentwürfe, noch nichts Endgültiges. In sehr emotionaler Weise setzte sich dann auch die folgende Diskussion fort.

Scharf kritisiert wurde die Umgestaltung und Verengung der Ausfahrt im Bereich der Ahorn- und Alleestraße. Hier würden nun, nach der Umgestaltung des Scheueringplatzes, vermehrt Lkw parken, brachte ein Anlieger vor. Außerdem sei die Einfahrsituation von der Schweinfurter Straße sehr schlecht und die Pläne würden zu einer größeren Gefährdung bei der Ein- und Ausfahrt führen. Nach langem Hin und Her schlug Bürgermeister Horst Herbert vor, die geplante Situation durch die Platzierung von Gegenständen zu markieren. So könnte getestet werden, wie die Sache sich in der Realität entwickle.

Auch die geplante Pflasterung, die zu mehr Lärm führen wird, gefiel dem Anwohner nicht. Bei der heute üblichen Pflasterung sei dies nicht mehr der Fall, so die Antwort.

Der vorgesehene Pflasterbelag auf den Gehwegen wurde ebenfalls stark hinterfragt. Farbasphalt sei billiger, wurde geäußert. Eine Frau hatte Bedenken, dass es Schwierigkeiten beim Gehen mit Rollatoren geben könne. Das geplante Betonpflaster sei eben und die Pflasterung zwar etwas teurer, allerdings auch haltbarer, und einzelne Stellen könnten leichter repariert werden, wurde hier geantwortet.

Als zu eng empfanden auch viele Anwesende die Ortsdurchfahrt von 6,50 Metern. So würden, wie es bereits im verengten Bereich des Scheueringplatzes geschehe, Lkw-Fahrer auf den Gehsteig ausweichen. Bei angemessener Geschwindigkeit, zu der die Fahrer gezwungen würden, reiche diese Breite aus. Außerdem würde für die Bordsteine Granit mit scharfen Kanten verwendet, was vom Überfahren abhalte, wurde diesen Bedenken entgegnet.

Ein Besucher sprach die Bitte aus, dass ihm vor Ort an seinem Anwesen die geplanten Maßnahmen erklärt werden. Hier könne man sicher Termine vereinbaren und in Einzelgesprächen die Vorhaben klären, antwortete Planer Frieder Müller-Maatsch.

Auf Privatgrund werden nur dann Bäume gepflanzt, wenn die Besitzer damit einverstanden sind, wurde auf Befürchtungen von Bürgern geantwortet.

Einen Radweg, begleitend zur Ortsdurchfahrt, vermisste ein Gemeinderat. Innerorts gelte für alle Verkehrsteilnehmer „Mischverkehr“. Jeder müsse Rücksicht nehmen, antwortete hierauf Erich Wagensonner vom Straßenbauamt. Auch fehle hierzu der Platz.

Wichtig wäre ein Gehweg westlich der Straße Richtung Unterspiesheim vom Ortsende bis zum Herlheimer Weg, war eine weitere Forderung. Dies sei nicht möglich, da dieser Bereich außerhalb des Gebietes liege, in dem Maßnahmen durchgeführt werden, lautete hier die Antwort.

Noch viele weitere Fragen und Bedenken wurden im Laufe des Abends angesprochen, beantwortet und geklärt. Nun müsse sich das Amt für ländliche Entwicklung mit den Plänen befassen und auch der Gemeinderat müsse angehört werden, erklärte Bürgermeister Horst Herbert die nächsten Schritte im Verfahren. Es gebe noch keinen Zeitplan. Er wäre aber froh, wenn noch heuer mit den Arbeiten begonnen werden könnte.

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