Fast alle Amtsinhaber kandidierten wieder

26.03.2009

Mainpost 26.03.2009

 

GERNACH

Fast alle Amtsinhaber kandidierten wieder

Hauptversammlung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Gernach

 

Am Abend vor der Feier des 60-jährigen Bestehens der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Gernach trafen sich die Mitglieder, um in der Jahreshauptversammlung über das Jubiläum zu sprechen, die Vorstandschaft neu zu wählen und über die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen zu diskutieren.

Präses Pfarrer Georg Hartmann sagte, Ziel der KAB sei es, bei den Menschen zu sein und jungen Menschen zu helfen, einen Sinn im Leben zu finden. Dabei gehe es darum, nicht alle Verantwortung wegzuschieben, zum Beispiel an den Staat oder die Kommune zu delegieren, sondern selbst mit anzupacken.

In seinem Rückblick erinnerte Vorsitzender Thomas Treutlein an die Fahrt nach Bad Füssing, die, von der KAB organisiert, großen Anklang gefunden habe. Dass die Homepage der KAB Gernach so gut sei, dass er Gelegenheit erhielt, sie auf der Diözesanebene vorzustellen, erfüllte ihn mit Stolz. Die Vierzehnheiligen-Fahrradwallfahrt, die auch schon fester Bestandteil im Jahreskreis der Veranstaltungen von Gernach sei, finde stets guten Zuspruch. Durch diese Wallfahrt würden viele Menschen angesprochen. Der Benefiz-Dorflauf, der in diesem Jahr schon zum siebten Mal. Mal durchgeführt wird, fand im vergangenen Jahr ebenfalls großen Zuspruch.

Im Jahr 2009 geht der Erlös des Benefizlaufes zu gleichen Teilen an Sebastian Wächter, der seit einem Unfall beim Lauftraining querschnittsgelähmt ist, und an die Ehe-, Familien- und Lebensberatung der Diözese Würzburg in Schweinfurt, sagte Treutlein.

Viel Spaß, so der Vorsitzende, hatte auch die Gruppe, die an der Fahrradtour der KAB an die Bischwinder Kapelle teilnahm.

Die Neuwahlen waren in Rekordzeit abgewickelt, nachdem fast alle wieder kandidierten. Nur Kassier Bruno Hofstetter stellte sein Amt zur Verfügung. Reinhard Berchtold ist sein Nachfolger. Vorsitzender bleibt weiter Thomas Treutlein. Er wird vertreten von Roman Kempf. Schriftführer ist weiterhin Hugo Hetterich. Die Kasse prüft Kurt Pohli. Das Amt des Präses wird weiter von Pfarrer Georg Hartmann wahrgenommen.

In der Aussprache nahm die Sorge um die Zukunft der Gesellschaft großen Raum ein. Es sei schwer zu verstehen, dass für Manager der Banken große Gehälter gezahlt würden, während für die Familien Unterstützungen weithin fehlten. Dabei seien doch die Familien die Garanten der Zukunft. Sie erbrächten die Leistungen durch Erziehung und Förderung der Kinder, die die Gesellschaft so nötig brauche. Man frage sich, woher plötzlich die Gelder für die Banken kämen, während Familien Unterstützungen mit dem Argument, dafür sei kein Geld da, vorenthalten wurden. Unter dieser Situation leide die Glaubwürdigkeit der Politik.

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