Fit für die Zukunft: Zeilitzheimer Feuerwehr arbeitet mit fremden Werkzeug

29.10.2008
Mainpost 29.10.2008

ZEILITZHEIM

Fit für die Zukunft: Zeilitzheimer Feuerwehr arbeitet mit fremden Werkzeug

Kooperationsbereit: Zeilitzheimer bestanden Leistungsprüfung mit technischem Gerät aus Stammheim

 

16 Frauen und Männern der Feuerwehr Zeilitzheim haben die Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung absolviert. Und das mit gleich zwei Besonderheiten: Zum einen bestanden beide Gruppen den Theorie- und Praxisteil, ohne einen einzigen Fehlerpunkt zu kassieren. Zum anderen legten sie die Prüfung mit technischem Gerät ab, das die Zeilitzheimer Wehr gar nicht besitzt.

Deshalb arbeiteten sie bei der Prüfung mit dem entsprechend bestückten Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Stammheim. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Wehren aus der Großgemeinde Kolitzheim klappte reibungslos, wie Kreisbrandinspektor Gottfried Schemm (Gerolzhofen) anerkennend feststellte. Schemm nahm mit den Kreisbrandmeistern Alexander Bönig (Unterspiesheim) und Bernhard Voit (Pusselsheim) als Schiedsrichter die Leistungsprüfung ab.

Laut Schemm werde diese Form der Kooperation künftig zwischen kleineren Wehren immer mehr an Bedeutung gewinnen, nicht nur im Ernstfall, wenn ohnehin alle alarmierten Kräfte Hand in Hand arbeiten müssen. Auch bei der Ausbildung an Geräten, die nicht bei jeder Feuerwehr verfügbar sind, sei ein Umdenken hin zu größeren Einheiten notwendig. Angesichts sinkender Personalstärken müssten in ländlichen Gegenden Wehrleute künftig nicht nur mit dem eigenen Gerät vor Ort, sondern notfalls auch mit dem anderer Wehren sicher umgehen können.

 

Unter diesem Gesichtspunkt war die erfolgreiche Leistungsprüfung für die Zeilitzheimer Wehr ein wichtiges Zeichen. Wie berichtet, berät der Gemeinderat derzeit über die Anschaffung eines Neufahrzeugs für die Wehr. Dabei geht es insbesondere darum, ob ein Fahrzeug mit Atemschutzausrüstung und kleinem Wassertank oder – wie bisher vorhanden – ein kleineres Fahrzeug mit Tragkraftspritze gekauft werden soll. Eine wichtige Voraussetzung für die Anschaffung des umfangreicher ausgerüsteten Fahrzeugs wäre es, dass die Wehr sicherstellen kann, dass genügend Personal bereit steht, das sich als Atemschutzträger ausbilden lässt.

 

Mit der erfolgreichen Leistungsprüfung hat die Wehr gezeigt, dass sie willens und in der Lage ist, sich mit neuem Gerät einzuarbeiten und dieses sicher zu bedienen. „Die Prüfung war ein Baustein hin zu dem von uns befürworteten Fahrzeug mit Wassertank“, lobte Kommandant Werner Herbert die Leistungsbereitschaft seiner Mannschaft.

 

Die Leistungsprüfung, bei der die Rettungsmaßnahmen bei einem Unfall mit eingeklemmter Person simuliert werden, legten ab: Katharina Reuß, Robert Braun, Andreas Fuchs, Vera Scheuering, Weena Meyer, Daniel Geißel, Stefan Englert (alle Stufe I), Gerhard Plempel, Walter Baul (beide Stufe II), Jonas Redweik, Andreas Graf, Matthias Graf, Matthias Herbert, Michael Baul, Volker Herbert und Michael Ott (alle Stufe III).

 

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