In Unterspiesheim fällt der Vorhang für Komm-In

24.11.2008

 

Mainpost 24.11.2008
 
UNTERSPIESHEIM
In Unterspiesheim fällt der Vorhang für Komm-In
Nur noch geringes Interesse bei Kindern und Jugendlichen
(isi) Die Herstellung eines Kalenders für das Jahr 2009 wird wohl das letzte Projekt der Komm-In Gruppe in Unterspiesheim sein. Die Kinder- und Jugendarbeit des Komm-In Vereins der Gemeinde Kolitzheim kann im Gemeindeteil Unterspiesheim nicht mehr durchgeführt werden.
Grund dafür ist laut der Gruppenleiterin Alwina Stotskij die geringe Teilnehmerzahl der Kinder und Jugendlichen und die Beendigung der ehrenamtlichen Gruppenbetreuung durch Maria Weidinger und Alwina Stotskij. Die beiden Betreuerinnen können ihre Aufgabe nicht mehr bewältigen, da sich bei ihnen berufliche Änderungen ergeben haben.
Nach Meinung der ersten Vorsitzenden des Komm-In-Vereins, Elke Dressel aus Gernach, ist die sinkende Teilnehmerzahl auf die Abnahme der Geburtenrate sowie auf Aktivitäten anderer Jugendinitiativen in Unterspiesheim zurückzuführen. Die Vorsitzende bedauert die Schließung sehr, zeigte sich aber optimistisch für eine Wiederbelebung der Jugendarbeit in Unterspiesheim, sollten sich ehrenamtliche Betreuer melden.
Auf Nachfrage erklärte der Bürgermeister der Gemeinde Kolitzheim, Horst Herbert: „Es ist schade, dass eine organisierte Jugendarbeit in Unterspiesheim wegbricht.“
Die neunjährige Monique Engelbrecht aus Unterspiesheim findet es nicht gut, dass keine Gruppenstunden mehr stattfinden, weil es viel Spaß gemacht hat. Der Spaß stand auch bei der neunjährigen Lena Ludwig im Mittelpunkt. Sie werde auch das viele Basteln vermissen. „Das Spielen und das Feste feiern fand ich ganz toll“, äußerte der ebenfalls neunjährige Christian Hufnagel aus Unterspiesheim.
Die Komm-In Vereinigung heißt „Kommunikations-Initiative in der Großgemeinde“ und bedeutet, dass Kinder, Jugendliche, Jugendleiter und Eltern aus allen Gemeindeteilen die Bedürfnisse der Jugend aufgreifen und pädagogisch umsetzen wollen. Die Komm-In wurde 1993 ins Leben gerufen und der gemeinnützige Förderverein 1994 gegründet. Im Ortsteil Gernach gibt es das Komm-In-Angebot noch.
In der 14-jährigen Geschichte wurde eine Kooperation mit der Offenen Behindertenarbeit in Schweinfurt (OBA) und der Pfarrgemeinde aufgebaut. Des weiteren werden gemeinsame Aktionen wie zum Beispiel Sonnwendfeier und Jugendfreizeiten angeboten und Kultur- und Benefizveranstaltungen durchgeführt.
 
 
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