In welche Bauhülle soll Gemeinschaftshaus

07.11.2008

Mainpost, 07.11.2008

 

KOLITZHEIM

In welche Bauhülle soll Gemeinschaftshaus?

 

Alternativen vom alten Rathaus über das Pfarrhaus bis zum Kindergarten

Das Gemeinschaftshaus, das im Rahmen der Dorferneuerung in Kolitzheim entstehen soll, war Thema in der Gemeinderatssitzung. Es gebe mehrere Alternativen, wo dieses Haus entstehen soll, schickte Bürgermeister Horst Herbert voraus. Diese seien: das alte Pfarrhaus, das alte Rathaus, das Raiffeisenlagerhaus und neu, der Kindergarten mit Pfarrheim.

 

Planer Frieder Müller-Maatsch hat sich die Gebäude angeschaut und berichtete von seiner Einschätzung für das Vorhaben. Das alte Pfarrhaus, ein Baudenkmal, sieht er als nur sehr schlecht geeignet an. Vielfältige räumliche Möglichkeiten gebe es im alten Rathaus, das auch zentral liege. Allerdings sei hier keine Ausdehnung möglich und auch Parkflächen fehlten.

Das Raiffeisengebäude liege zentral zwischen Altort und Siedlung und die Räume ließen alle Möglichkeiten offen. Auch für genügend Parkplätze könne gesorgt werden. Das Gebäude müsste allerdings erst von der Gemeinde erworben werden.

Das Kindergartengebäude mit dem dazugehörigen Grundstück wäre als Mehrgenerationenhaus übernutzt, so Müller-Maatsch zum neuesten Vorschlag.

 

Für ihn sei der Kindergarten nach wie vor eine Option, so hierauf Bürgermeister Herbert. Seine erste Option sei allerdings das alte Rathaus, das nun beinahe leer stehe und im Besitz der Gemeinde sei. Auch mehrere Gemeinderäte sprachen sich für das alte Rathaus aus. Die Gemeinde könne die eigenen alten Gebäude, von denen es noch mehrere gebe, nicht einfach so stehen lassen, sondern müsse eine Nutzung finden. Auch an die hohen Sanierungskosten müsse gedacht werden, lautete dagegen eine andere Meinung.

 

Die Gemeinde sollte ebenfalls Nutzen haben und Zuschüsse erhalten die dann in die Dorferneuerung mit eingebracht werden, meinte zweiter Bürgermeister Martin Mack.

 

Ein weiterer Diskussionspunkt war dann die Nutzung eines Mehrgenerationenhauses, der Bedarf eines solchen und wer die Verantwortung übernehme. Man dürfe nicht sagen dies werde schon kommen, ein Verein oder eine Organisation müsse dahinter stehen, so ein Rat.

 

Mehrere Jahre habe man sich in einem Arbeitskreis mit dem Thema beschäftigt und überlegt, antwortete hierauf Rudolf Bender, der örtliche Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft. Die Ideen seien da und der Arbeitskreis könne wieder zusammenkommen und sich weiter Gedanken machen. Nun müsse aber das Signal von der Gemeinde kommen, wo und was gemacht werde. Er möchte auch nicht, dass wie in anderen Orten im Gemeinschaftshaus jeder Verein, jede Gruppe einen eigenen Raum hat. Das wäre zu wenig, so Bender.

 

Vorher müsse allerdings ein Konzept da sein, damit man gezielt an die Sache herangehen könne, war hierauf aus der Runde zu hören.

 

Ein Rat befürchtete auch, dass sich in Zukunft das ganze Gemeindeleben in den Gemeindezentren abspiele und bestehende Gasthäuser oder Sportheime leer ausgehen würden. Privatfeiern gebe es in keinem Gemeindezentrum, er sehe hier keine Konkurrenz, antwortete hierauf das Gemeindeoberhaupt.

 

Für kleinere Vereine, die nicht sehr viel Geld hätten, seien solche Zentren sehr wichtig, meinte eine Rätin.

Ein Nutzungskonzept werde mit der Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft besprochen und auch in die Vereine werde die Diskussion gehen, schloss Bürgermeister Herbert das Thema ab. Das alte Rathaus sei die erste Option, aber auch das Kindergartengebäude sie noch nicht vom Tisch.

 

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