Keine Begeisterung über gläsernen Aufzugschacht

24.05.2009

Mainpost 25.05.2009

OBERSPIESHEIM

Keine Begeisterung über gläsernen Aufzugschacht

 

Bauausschuss auf Besichtigungstour

In Oberspiesheim soll das Feuerwehrgerätehaus umgebaut werden. Dabei sollte nach ersten Plänen auch ein Aufzug eingebaut werden, durch einen behindertengerechten Zugang zum Gemeindezentrum zu ermöglichen. Architekt Dieter Puzzi hat sich nochmals mit dem Vorhaben befasst und stellte seine Pläne den Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses vor.

Danach soll das Gerätehaus nach Süden hin verlängert werden. Damit der Platz im Kindergartenfreigelände nicht beschnitten wird, soll der das Gelände umgebende Zaun mehrere Meter nach Süden verrückt werden. Weiter ist geplant, das Dachgeschoss auszubauen. Bei diesem Entwurf ist es möglich, die Einfahrt zum Gerätehaus bei Bedarf auch auf die Nordseite zu verlegen.

Für den Aufzug soll ein gläserner Vorbau an die nördliche Giebelseite des Hauses gesetzt werden. Knapp 100 000 Euro würde dies kosten. Ein gemauerter Vorbau würde doch auch reichen und bedürfe nicht so viel Pflege, kam ein Vorschlag aus der Runde. Ein weiterer Vorschlag war ein Treppenlift, beziehungsweise ein Plattformlift im Inneren des Hauses. Hierzu müssen allerdings erst Erkundigungen durch einen Spezialisten eingeholt werden.

Sehr schadhaft ist der Klinkerbelag der Aussegnungshalle in Herlheim. Hier sollen Informationen über die Kosten eingeholt werden.

Auch die östliche Friedhofspforte zum Herlheimer Friedhof ist im unteren Teil in schlechtem Zustand. Dieser Teil soll erneuert und dann das ganze Tor gestrichen werden.

Das nächste Ziel des Gremiums war ein denkmalgeschütztes Haus in der Mitte Herlheims. Das Dach dieses mindestens 400 Jahre alten Gebäudes war im Winter teilweise eingebrochen und die Interessengemeinschaft für Bauwerkerhalt, Umwelt und Kulturpflege hat es nun erworben und will es erhalten. Vorsitzender Matthias Braun führte die Bauausschussmitglieder durchs Haus und ging auch auf besondere Details des historischen Gebäudes ein.

Auf einer Fläche von 2,5 Hektar soll im Süden Herlheims eine Fotovoltaikanlage errichtet werden, die schon genehmigt ist. Im Westen des Dorfes, direkt im Anschluss an das Siedlungsgebiet, wollen nun zwei Betreiber auf gepachteten Flächen von acht und zwei Hektar weitere Anlagen erbauen. Diese Anträge werden erst in der kommenden Gemeinderatssitzung behandelt. Um sich ein Bild zu machen, nahmen die Mitglieder des Bauausschusses auf ihrer Tour durch die Gemeinde nun alle drei Areale in Augenschein.

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