Keine Schonzeit beim Theater im Weinberg

06.07.2009

 

Mainpost 6.7.2009
 
STAMMHEIM
Keine Schonzeit beim Theater im Weinberg
Premiere fiel ins Wasser, aber dann folgten zwei gelungene Aufführungen des Theaterkreises
vgs) Kein geringes Risiko ist der Stammheimer Theaterkreis eingegangen, als er sich entschloss, die beiden Aufführungen der witzigen Komödie „Die Ersatzbraut“ unter freiem Himmel in den Stammheimer Weinbergen aufzuführen. Zum Leidwesen der Veranstalter und des Publikums wurde das Risiko am eigentlichen Premierenabend, am Freitag, nicht belohnt. Das Ereignis musste aufgrund des über Stunden anhaltenden Gewitters nebst ergiebigen Regens um 24 Stunden verschoben werden. Dafür wurden die Gäste am Samstag und beim Nachholtermin am Sonntag, bei herrlichem Sommerwetter mit einer äußert unterhaltsamen Inszenierung belohnt.
In der Komödie von Georg Rolletschke möchte Junggeselle Eberhard einmal das Erbe seiner Tante erhalten. Diese hatte jedoch zur Bedingung gestellt, dass er an ihrem 60. Geburtstag seine Braut Erika vorstellt. Die Braut gab ihm jedoch kurz vor dem Termin den Laufpass. Nun musste der beste Freund Robert, der selbst Probleme mit dem Metzgermeister Hitzig am Hals hatte, in die Rolle der Ersatzbraut schlüpfen. So nahmen die Verwicklungen ihren Lauf und es gab keine Schonzeit für die Lachmuskeln der Theatergäste. In den Texten wurde weder „gelullt“ noch „geraspelt“, sondern mit kernigen Aussagen wie „Frisch gemolken ist halb gebuttert“ und einer gnadenlosen Prügelei weiter auf die Lachtränendrüsen gedrückt.
Am Ende war das Publikum froh, dass sich die verworrenen Umstände aufklärten und die Lachmuskulatur wieder zur Ruhe fand.
Als Akteure standen im Scheinwerferlicht Elisabeth Weißenseel (Erbtante Berta), Volker Wagenhäuser (Eberhard), Alexander Moller (Freund Robert), Jasmin Redelberger (Erika, die Braut), Markus Moller (Metzgermeister Hitzig), Kerstin Ebert (Dolly Hitzig) und Simone Niedermeyer (Hausmädchen Tina).
Unterstützt wurde der Theaterkreis vom Winzerverein, der an den beiden Tagen die Bewirtung der Gäste übernommen hatte. Der Erlös der Veranstaltung geht im vollem Umfang in den Umbau des Pfarr-Jugendheimes in Stammheim. Auch die Feuerwehr beteiligte sich mit einem Bus-Shuttle-Service vom Dorfweiher in die Stammheimer Weinberge zum Theaterplatz an der Veranstaltung.
Alles in Allem war das Theater in den Weinbergen trotz des verregneten Auftakts eine gelungene Aktion, die nach Aussagen vieler Gäste eine Wiederholung finden sollte.
Zu den News