Kleiner Dorfverein leistet Großes

04.12.2008

Mainpost, 04.12.2008

 

LINDACH

Kleiner Dorfverein leistet Großes

 

1. Fußballclub 1938 Lindach besteht seit 70 Jahren

(ka) Der 1. Fußballclub 1938 Lindach (FCL) feierte sein 70-jähriges Bestehen im Saal des vereinseigenen Sportheimes.

 

Vorsitzender Endres dankte den Mitgliedern, nur mit ihrer Unterstützung sei es möglich gewesen, den Sportheimneubau in kürzester Zeit zu stemmen. Stellvertretender Bürgermeister Martin Mack aus Unterspiesheim wünschte sich, dass die Vereine auf die Jugendlichen zugehen. Auch der Vorsitzende der Kreissportjugend, Ingo Göllner (BLSV), machte die Wichtigkeit einer nachhaltigen Jugendarbeit deutlich. Der Vorsitzende des örtlichen Kulturvereins, Kurt Albert, gratulierte im Namen der Ortsvereine. Deren Vertreter übergaben Geldgeschenke für die Jugendarbeit. Die Schatzmeisterin des FC, Karin Kreisheimer verlas die Vereinschronik. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Blaskapelle des Kulturvereins.

 

Die Chronisten berichteten von den Anfängen des Fußballsports im Obstbaudorf. Zwischen 1920 und 1925 kann man den Beginn des Fußballs ansiedeln, andere Sportarten waren zu diesem Zeitpunkt hier noch völlig unbekannt. In der Chronik war von so genannten „wilden Fußball-Spielen“ – und das im wahrsten Sinne des Wortes – die Rede, die damals zwischen zwei Nachbarortschaften auf einer abgemähten Wiese ausgetragen wurden, wobei drei stabile Holzstangen das Tor bildeten.

 

Zur (Wett-)Kampfstätte fuhr man in Lindach mit dem Pferdegespann vor einem Leiterwagen. Darauf saßen die Spieler, aber auch das obligatorische Bierfass durfte nicht fehlen, denn Fußball war ja auch Gaudium. 1931 wurden die DJK Lindach gegründet und der erste Fußballplatz angelegt. 1937 musste man unter nationalsozialistischen Druck die DJK Lindach wieder auflösen. Um aber weiterhin dem Fußballsport frönen zu können, gründete man 1938 den Fußballclub.

Im Laufe der Zeit stellten 16 Vorstände den Verein Zug um Zug auf eine breitere sportliche Basis. So erweiterte man zuerst die Fußballabteilung: Heute hat man zwei Herren- und eine Seniorenmannschaft im Ligaspielbetrieb. An vier Jugendmannschaften, die in der neu gegründeten „Jugendfußballgemeinschaft Altmain-Schorn“, kurz JFG, äußerst erfolgreich um Punkte kämpfen, hat man Anteil. Auch die Frauen wollten bei der sportlichen Entwicklung nicht länger abseits stehen. So wurde 1979 eine Korbballabteilung gegründet, der heute noch drei Jugendmannschaften angehören. 1983 kamen eine Damengymnastikabteilung, 1998 eine Step-Aerobic-Abteilung und 2007 eine Tischtennisabteilung hinzu.

 

Mit der sportlichen ging eine enorme wirtschaftliche Entwicklung einher. Mit den aus vielen Weinfesten erwirtschafteten Erlösen baute man Sportanlagen, Gerätelagerhallen und ein neues Vereinsheim mit Gastronomie. Für diesen kleinen Verein mit seinen 300 Mitgliedern (bei 500 Einwohnern), war dies ein finanzieller Kraftakt.

 

Als Überraschung des Abends überreichte der Vorsitzende der Grundholdengemeinschaft, Jürgen Hellert, dem FC Lindach einen Scheck in Höhe von 10 200 Euro. Dieser Betrag stammt aus dem Jagdpachtschilling.

 

Für 60-jährige Mitgliedschaft wurde das BLSV-Ehrenzeichen „Gold“ verliehen an: Alfred Dotzel, Erwin Dotzel (posthum- er verstarb erst vor wenigen Tagen.), Leo Dotzel, Theo Döpfert, Erich Folger, Alfred Hegler, Stefan Seger, Erwin Ziegler.

Für 50-jährige Mitgliedschaft wurde das BLSV-Ehrenzeichen „Gold“ verliehen an: Konrad Dusel, Herbert Endres, Hans Guse, Ewald Schäfer, Gebhard Schwenk, Rudolf Schwenk, Alfred Seger, Richard Wirsching.

Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde das BLSV-Ehrenzeichen „Silber mit Gold“ verliehen an: Kurt Albert, Reinhard Demuth, Herbert Englert, Horst Englert, Reinhold Feulner, Helmut Folger, Jürgen Hellert, Edmund Lenhard, Manfred Neubauer, Raimund Pfister, Anton Rock, Manfred Schmitt, Alfred Schwenk, Klaus Seger, Reinhard Seger, Wilfried Seger, Wolfgang Seufert, Walter Strauß, Bernhard Uhlein, Albin Weissenseel, Helmut Wiederer, Heribert Wiederer, Stefan Wiederer.

 

 

 

 

 

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde das BLSV-Ehrenzeichen „Silber“ verliehen an: Thomas Albert, Erhard Bader, Reinhold Bedenk, Elisabeth Dägele, Silvia Dittmann, Rainer Dotzel, Georg Dusel, Mina Dusel, Klaus Dülk, Walburga Endres, Gerd Endres, Klaus Feulner, Helga Feulner, Christa Göbel, Freddy Heider, Gerty Heider, Günter Heider, Lutz Heller, Detlef Hellert, Magda Hellert, Marga Hellert, Gabi Knoblach, Harald Königer, Ingrid Krapf, Renate Kraus, Karin Kreisheimer. Udo Lenhard, Detlef Lenhard, Luzia Markert, Heidi Neubauer, Andreas Schmitt, Michael Schmitt, Mathias Schmitt, Jürgen Schmitt, Maria Schmitt, Elsbeth Schneider, Manfred Schneider, Gabi Schön, Elke Seger, Jürgen Seger, Marco Stöcklein, Josef Strey, Rosemarie Uhlein, Bernd Wiederer, Brigitte Wiederer, Elfriede Wiederer, Hannelore Wiederer, Klaus Wiederer, Siegfried Wiederer, Thomas Wiederer, Horst Wirsching, Karl-Heinz Wirsching.
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