Lücke im Wegenetz ist geschlossen

24.09.2008
Mainpost 24.09.2008

UNTERSPIESHEIM/GERNACH

Lücke im Wegenetz ist geschlossen

Jetzt ein durchgehender Feldweg zwischen Unterspiesheim und Gernach

(es) „Früher war es so, dass man eine Ackerlänge vor der Gemeindegrenze zu denken aufhörte“, sagte Bernhard Berchtold, der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Gernach. Bürgermeister Horst Herbert bestätigte, dass die Flurbereinigungen früher nur die eigene Ortschaft und Gemarkung im Blick hatten, dass jetzt aber aufgrund der Veränderungen in der Landwirtschaft eine neue Sichtweise eingekehrt sei.

Relikt dieses alten Denkens war in der Flurabteilung „Am Ried“ eine Lücke im Wegbau zwischen Gernach und Unterspiesheim. In Unterspiesheim ist die Flurbereinigungsgenossenschaft für den landwirtschaftlichen Wegebau zuständig, in Gernach übernimmt die Jagdgenossenschaft diese Aufgabe. Bernhard Berchtold, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Gernach, machte Rudolf Graf, dem Vorsitzenden der Flurbereinigungsgenossenschaft Unterspiesheim, den Vorschlag, die Wegelücke zu schließen.

 

So trafen sich die beiden Vorsitzenden mit den örtlichen Gemeinderäten und nahmen das Vorhaben, einen Weg über die alten Gemeindegrenzen hinweg zu bauen, in Angriff. Die Wegelücke betrug etwa 500 Meter, etwa 270 Meter auf Unterspiesheimer Flur, 230 Meter auf Gernacher Gemarkung.

 

Die beiden Vorsitzenden fanden Zustimmung in ihren Gremien. Die Gemeinde sagte einen Zuschuss zu. So konnte in diesem Sommer der Weg fertiggestellt werden. Durch diesen Weg wird eine gute Verbindung zwischen der Unterspiesheimer und Gernacher Flur geschaffen. Viele Landwirte haben ja Grundstücke in beiden Gemarkungen.

 

„Es war uns wichtig, über den Tellerrand des Ortes hinauszublicken und eine Verbindung zu schaffen“, erläuterte Rudolf Graf. Darüber hinaus, so Bürgermeister Herbert, sei dieser Weg ein wichtiges Stück in dem für den Abtransport für Rüben geforderten Rundweg. Der neue Weg ist auch eine Abkürzung für landwirtschaftliche Fahrzeuge von Kolitzheim nach Unterspiesheim.

 

Die Kosten betrugen für die Unterspiesheimer Flurbereinigungsgenossenschaft etwa 4600 Euro. Für die Gernacher Jagdgenossenschaft fielen etwa 3000 Euro an Kosten an. Jeweils 50 Prozent dieser Kosten werden von der Gemeinde Kolitzheim übernommen. Rudolf Graf und Bernhard Berchtold freuen sich, dass das Vorhaben gelang. Über den praktischen Nutzen hinaus werde ein Zeichen gesetzt, dass man aufeinander zugeht, zusammenarbeitet und über den eigenen Tellerrand hinausblickt.

 

 

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