Noch bleibt eine kleine Hoffnung

06.04.2009

 

Mainpost 6.4.2009
 
KOLITZHEIM
Noch bleibt eine kleine Hoffnung
Kolitzheimer Gemeinderäte enttäuscht über Gerolzhöfer Nein zum Shuttlebus
(bp) Nachdem im vergangenen Jahr die Testphase des Mainschleifen-Shuttlebusses positiv verlaufen sei, sollten die Strecken in diesem Jahr erweitert und mit zwei Bussen gefahren werden, erinnerte Bürgermeister Horst Herbert die Räte in der Gemeinderatssitzung. Da nun Dettelbach und auch Gerolzhofen wie berichtet nicht mitmachen und nur die restlichen Kolitzheimer Ortsteile und Schwarzach neu dazu kämen, bleibe, so Herbert, alles wie gehabt.
Er finde es schade, dass Gerolzhofen nicht mitmacht, sagte der Bürgermeister. Die Stadt habe die Chance vertan, sich ans Umland anzubinden. Allerdings wolle sich der Stadtrat nochmals mit der Sache befassen. Es bleibe also noch eine kleine Hoffnung. Monika Ziegler sagte, sie habe bei Bürgermeisterin Irmgard Krammer angerufen und die Frage gestellt, warum man als Gast oder zum Einkaufen noch nach Gerolzhofen kommen solle., wenn man jedes Mal, wenn man die Hand ausstrecke, zurückgewiesen werde. Bürgermeister Herbert berichtete weiter, dass sich in diesem Jahr auch der Landkreis Schweinfurt mit 33 Prozent an dem Projekt beteilige.
Für das Konjunkturpaket II habe die Gemeinde drei Maßnahmen angemeldet, informierte das Gemeindeoberhaupt die Räte: die Schule in Herlheim und das alte Rathaus sowie den Kindergarten in Kolitzheim. Das 85 Jahre alte Haus, in dem sich Kindergarten und Pfarrsaal befinden und das im Besitz der Kirche sei, benötige dringend einer Sanierung, vor allem bei den Fenstern und im Dachbereich. Das Dach sei undicht und es sei nötig, es zu reparieren, sagte Reinhold Holzheid. Auch wenn der Zuschuss nicht allzu hoch sei, „billiger kommen wir nicht dazu“, meinte er. Er sehe nicht ein, dass man solche alten Gebäude, auch das alte Rathaus gehört dazu, saniert, meinte hierzu Reinhard Heck. Für ihn ist ein Abriss und Neubau wirtschaftlicher.
Dies löste eine rege Diskussion rund um den Kolitzheimer Kindergarten und das geplante Mehrgenerationenhaus aus, das eventuell ebenfalls in einer alten Bausubstanz entstehen soll. Theoretisch könne man das Fördergeld, das es für eine energetische Sanierung gibt, auch in einen Neubau stecken, sagte dazu Bürgermeister Herbert. Ein Problem sei allerdings, dass man bei einem Abriss und Neubau nicht wisse, wohin mit den Kindern in dieser Zeit. Der Pfarrsaal sei dann auch weg, wofür ebenfalls eine Lösung gefunden werden müsse. Die Kinder könnten zum Beispiel übergangsweise in den Kindergarten Gernach, meinte dazu Reinhard Heck.
Auch auf andere sanierungsbedürftige alte Gebäude in den anderen Ortsteilen wurde während der Diskussion hingewiesen. Man müsse nun die Entscheidung der Regierung abwarten und dann weitersehen, beendete das Gemeindeoberhaupt das Thema.
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