Schäden an den Kanälen

29.05.2009

Mainpost 29.05.2009

KOLITZHEIM

Schäden an den Kanälen

Jetzt digital erfasst

 

Die Gemeinden sind gesetzlich verpflichtet, einen Katasterplan für Wasserleitungen und Kanäle anzulegen. In der Gemeinde Kolitzheim gibt es diesen Plan nur in einfacher Papierform. In Zeilitzheim wurde durch das Ingenieurbüro IWM aus Gochsheim das Leitungs- und Kanalnetz erstmals digital erfasst. Rebecca Klühspieß und ihr Chef Wolfgang Müller stellten das Ergebnis dem Gemeinderat vor.

In verschiedenen Farben und Symbolen sind in den Plänen Leitungen und Kanäle dargestellt. Im Kanalkataster sind die Kanäle für Mischwasser, Regenwasser oder Schmutzwasser einfach zu erkennen. Bis ins Kleinste wurden alle Bauwerke und Schächte untersucht und jede Einzelheit genau festgehalten. Anhand von Fotos zeigte Klühspieß einige Schäden im Kanal. Selbst in den Neubaugebieten gibt es bereits Schädigungen. Der nächste Schritt ist nun die Sanierung der größten Schäden. Dafür stellte Klühspieß den Gemeinderäten gleich verschiedene Innensanierungsmethoden per Roboter vor. Manche Kanäle müssen auch hydrodynamisch berechnet werden, ob sie in der Lage sind, bei starkem Regen genügend Wasser aufzunehmen. Wenn sie überlastet sind, mache es keinen Sinn, sie zu sanieren, dann müssen sie ausgewechselt werden.

Ganz grob berechnet würden die dringendsten Sanierungen etwa 35 000 Euro kosten, sagte Müller. Dies sei bei zwölf Schadstellen ein Mittelwert von 3000 Euro pro Schaden, rechnete Reinhard Heck vor und fragte, ob dies nicht zu hoch ist. Bürgermeister Horst Herbert bezeichnete die Summe als „reell“. Nun werden die Leitungen und Kanäle in Kolitzheim aufgenommen.

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