Straße wird im Ortskern verengt

27.06.2009

Mainpost 29.06.2009

KOLITZHEIM

Straße wird im Ortskern verengt

 

Gestaltung der Kolitzheimer Hauptstraße im Zuge der Dorferneuerung diskutiert

Sehr gut besucht war die Anlieger- und Bürgerversammlung im Sportheim, bei der es um die Gestaltung der Schweinfurter Straße im Rahmen der Dorferneuerung ging. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft, dem Technischen Amtsrat Karl-Heinz Weidner vom Amt für ländliche Entwicklung, stellte Planer Frieder Müller-Maatsch seine Entwürfe vor.

Bereits im Oktober vergangenen Jahres wurden die Pläne für den Bereich I – die Schweinfurter Straße vom Ortsausgang Richtung Unterspiesheim bis zur Kurve in der Dorfmitte und der Lindacher Straße – vorgestellt (wir berichteten). Damals gab es erhebliche Proteste von Bürgern für einen Teil der Planungen. Auch das Straßenbauamt verlangte kleine Änderungen. Dem entsprach Planer Frieder Müller-Maatsch nun mit einem geänderten Entwurf.

Ausfahrt wird verändert

So wird die Ausfahrt aus der Lindacher Straße etwas anders gelegt und zum besseren Überblick die Hauptverkehrsstraße Richtung Norden leicht nach Osten verschoben.

Auch die Barriere-Situation in Form von Bepflanzungen bei der Einmündung der Bäckergasse wird verkleinert. Die Lindacher Straße selbst wird auf der Nordseite nur bis kurz nach der Bachgasse neu gestaltet, auf der anderen Seite bis zur Sterngasse.

Auch in der Ortsmitte in der Schweinfurter Straße werden kleine Änderungen vorgenommen. So wird zum Beispiel der Ruhebereich verschoben und verkleinert. Entgegen der ursprünglichen Planung wird es dorfauswärts auf der Westseite der Schweinfurter Straße ab der Franz-Herbert-Straße nun doch einen Gehsteig geben. Der Wurzelbereich der eingeplanten Bäume wird mit Baumscheiben abgedeckt. Auch eine Verengung der Straße beim Anwesen Hell wird es nicht geben.

Bäume am Ortseingang

Neu war die Vorstellung des Bereiches II. Dies ist der Teil der Schweinfurter Straße ab dem Ortseingang von Gaibach bis zur Kurve, wo der Bereich I beginnt. Als Signal für die Autofahrer, dass hier der Ortsbereich anfängt, soll am südlichen Ortsende in Höhe der Einmündung der Wadenbrunner Straße links und rechts der Hauptverkehrstraße je ein Baum gepflanzt werden.

Auf der Ostseite gibt es bereits einen Gehweg und auf der Westseite soll hier ein breiter Gehweg beginnen, der zur Straße hin durch einen Grünstreifen, bepflanzt oder nur als Rasen, abgetrennt werden soll. Das Ganze wird auf beiden Seiten durch zahlreiche eingeplante und teilweise schon bestehende Bäume aufgelockert. Der nötige Platz wird durch die Verengung der Fahrbahn auf 6,50 Meter gewonnen. Mit Ausnahme des Kurvenbereichs, bei dem die jetzige Breite erhalten bleibt, wird nach diesen Plänen die gesamte Straße im Ortsbereich auf 6,50 Meter verengt.

Auch der Bereich vor der Imbissstube soll gefälliger angelegt werden. Die sehr breite Einmündung der Ahornstraße und Alleestraße in die Schweinfurter Straße an der Raiffeisenbank soll reduziert werden, so der Planer. Hierzu werden die Autofahrer zunächst von der Alleestraße in die Ahornstraße einfahren und erst dann in die Hauptstraße. Die Straße in diesem Bereich würde bis zum schon fertigen Dorfplatz hinter dem Raiffeisengebäude einen Pflasterbelag erhalten. Auch für die Gehwege ist eine Pflasterung vorgesehen.

Die Planung sei ausgewogen, sagte Erich Wagensonner vom Straßenbauamt. Eine auf 6,50 Meter reduzierte Fahrbahnbreite sei ausreichend. Dadurch würden Autofahrer und Lkw-Fahrer gezwungen, langsamer zu fahren. Was ihm nicht gefalle, so Wagensonner, sei, dass seine Behörde die Kosten für die Maßnahmen im Fahrbahnbereich übernehmen müsse, der zur Zeit in gutem Zustand sei.

Die Kosten für die gesamten Maßnahmen in der Schweinfurter Straße und den Nebenstraßen schätzt Frieder Müller-Maatsch auf 990 000 Euro. Bürgermeister Horst Herbert rechnete vor, dass die Anlieger etwa 180 000 Euro schultern müssten. Dies seien etwa drei Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche.
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