Umgehung lässt auf sich warten

21.07.2009

Mainpost 21.07.2009

 

KOLITZHEIM

Umgehung lässt auf sich warten

Herbert: Allein Baukosten entscheiden über Trasse

In der Gemeinderatssitzung in Kolitzheim verwies Rudolf Bender auf einen Main-Post-Bericht, der sich mit der Umgehungsstraße Volkach/Gaibach/Kolitzheim beschäftigte (wir berichteten).

Darin wird eine Dringlichkeitsliste im Staatsstraßenausbauplan genannt. Wer auf dieser Liste vorne landet, hat die besten Aussichten eines baldigen Straßenausbaus. Er frage sich, so Bender, „was können wir tun, um in der Liste nach vorne zu rücken“. Er befürchte, die Liste könne nach der Lautstärke, mit der manche schreien und nicht nach Dringlichkeit festgelegt werden. Die Gemeinde sollte sich für eine Trasse entscheiden, so der Gemeinderat.

Bürgermeister Horst Herbert verwies auf die Aussagen von Holger Bothe, dem Leiter des staatlichen Bauamtes Scheinfurt vom April. Demnach seien nicht die Varianten, sondern die Kosten wichtig. Und da diese für beide Trassen um Kolitzheim gleich sind, sehe er noch keine Notwendigkeit, sich festzulegen. Damals sei auch klar geworden, dass die Umgehung um Gaibach am dringlichsten sei. Dann folge Kolitzheim und Volkach. Demnächst gebe es wieder eine Besprechung, sagte Herbert.

Weiter berichtete er von einer Baukonferenz, bei der es allerdings weniger um die Umgehungsstraßen, sondern mehr um die Autobahn A 3 ging. Volkachs Bürgermeister Peter Kornell habe gefragt, ob eine Sperrung für Lastwagen auf der Staatsstraße möglich sei. Dies sei schlecht durchführbar, wurde in der Antwort deutlich, so Herbert. Mautflüchtlinge könnten ein Grund sein, müssten allerdings erst nachgewiesen werden. Auch der Lärmpegel müsse sehr viel höher sein als im Augenblick.

Wenn sie von Lindach kommen und Richtung Schweinfurt weiterfahre, könnten die Busse der OVF (Omnibusverkehr Franken) aus Zeitgründen teilweise die neue Haltestelle in Kolitzheim am Scheueringsplatz nicht anfahren, beantwortete Bürgermeister Herbert eine Frage von Alfred Bumm. Deshalb sei eine Haltestelle in der Lindacher Straße eingerichtet worden, wo nur Arbeiter, keine Schüler einsteigen würden.

Anwohner würden hierdurch behindert, berichtete Bumm. Mehrere Räte waren sich einig, dass diese Vorgehensweise der OVF nicht toleriert werden könne. Dass es auch anders gehe, sei in Schwebheim sichtbar, wo es zahlreiche Haltestellen gebe, so eine Rätin. Zumindest längerfristig, nach einer Fahrplanänderung, müsse ein Anfahren der regulären Bushaltestelle möglich sein.

Er habe mit der OVF bereits hart verhandelt und habe hier keine große Hoffnung, meinte Herbert
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