Umstrittenes Buswartehäuschen

20.01.2009

Mainpost 20.01.2009

 

KOLITZHEIM

Umstrittenes Buswartehäuschen

 

Zukunft der Haltestelle für Schüler bei Oberspiesheim ungeklärt

 

Über eine neue Entwicklung bei den Telefon- und Internetverbindungen informierte Bürgermeister Horst Herbert in der Gemeinderatssitzung. Bis 2015 werde die Telekom Internet und Telefon über eine Leitung laufen lassen. Es müssten Leitungen gebaut werden, damit jeder Haushalt DSL-fähig werde. Die Gemeinden müssten den Mehraufwand finanzieren. Bis Ende März wolle die Telekom die Kosten vorlegen.

Ein Thema der Sitzung war die Straßenbeleuchtung. Um Kosten zu sparen, solle man die Beleuchtung zeitweise abschalten oder nur jede zweite Lampe brennen lassen, kamen aus dem Gremium Vorschläge. Bürgermeister Horst Herbert sagte, davon halte er nichts. Der entscheidende Punkt sei die Sicherheit. Außerdem sei der Strom nachts billig. Dazu komme, dass vor wenigen Jahren die alten Lampen gegen Energiesparlampen ausgetauscht wurden, die sich innerhalb von sechs Jahren amortisieren.

In Zeilitzheim gebe es Überlegungen, Windkraftanlagen zu bauen, berichtete ein Rat aus diesem Ortsteil und wollte wissen, was Bürgermeister Herbert davon halte. Auf geeigneten Flächen könne man sie nicht verhindern, da solche Anlagen grundsätzlich privilegiert und zulässig seien, sagte Horst Herbert.

Ein Prospekt über Weinkultur, in dem Wanderwege verzeichnet sind, soll überarbeitet werden, regte eine Gemeinderätin an. Sie schlug vor, auch die Radwege der Gemeinde, die Nordic-Walking-Strecke und den Landerlebnisweg in Lindach in das Prospekt aufzunehmen. Damit würde die ganze Gemeinde präsentiert und Gäste erhielte ein tolles Freizeitangebot. Das Thema könnte lauten „Kolitzheim erleben“. Diesen Vorschlag hielten auch andere Räte für sehr gut.

An der Haltestelle für Schulbusse am Ortsende von Oberspiesheim Richtung Unterspiesheim auf freier Strecke ein Buswartehäuschen zu errichten, schlug ein Oberspiesheimer Rat vor. Ein Grundstücksbesitzer sei auch bereit, die Fläche abzutreten. Diese Sache sei schon häufig diskutiert und abgelehnt worden, antwortete Bürgermeister Herbert. Der Schulwegbeauftragte des Landkreises wolle sogar, dass die Haltestelle entfernt werde. Die Schüler sollten ins Dorf zur Haltestelle gehen.

Ein Vorschlag dazu aus dem Gremium lautete, die Busse durch die Siedlung zu führen, was aber als problematisch angesehen wurde. Das Gemeindeoberhaupt erklärte sich bereit, den Bau eines Wartehäuschens mit dem Landkreis abzuklären.

Bei den Terminen für die Bürgerversammlungen, die bereits veröffentlicht wurden (wir berichteten), wurden zwei verschoben. In Herlheim findet die Versammlung nun am Donnerstag, 26. Februar, statt, in Gernach am Freitag, 27. Februar.

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