Weg für den Durchgangsverkehr gesperrt

23.02.2009

Mainpost 23.02.2009

 

KOLITZHEIM

Weg für den Durchgangsverkehr gesperrt

 

Gemeinderat gegen Befahren des Wegs zwischen Röthlein und Unterspiesheim mit Autos

 

Schon länger denke man darüber nach, den Röthleiner Weg zwischen Unterspiesheim und Röthlein für Motorfahrzeuge, ausgenommen landwirtschaftliche Fahrzeuge, zu sperren, sagte Bürgermeister Horst Herbert in der Gemeinderatssitzung. Die Gemeinde Röthlein würde von ihrer Seite aus mitziehen.

 

Im November, so Herbert, sei 14 Tage lang das gemeindliche Messgerät aufgestellt worden. Auf der Strecke fahren etwa 100 Fahrzeuge pro Tag, einige mit viel zu hohem Tempo. Die Polizei finde eine Sperrung nicht unbedingt erforderlich und auch das Landratsamt halte sich bedeckt, berichtete das Gemeindeoberhaupt weiter. Da auf der Strecke vor allem der Radfahrverkehr gestärkt werden solle, sei es sinnvoll, den Weg für den Durchgangsverkehr zu sperren. Mit 9:7 Stimmen stimmte das Gremium der Sperrung des Weges für den Durchgangsverkehrs zu.

 

Auch über eine Veranstaltung in Würzburg zum Konjunkturpaket II berichtete Bürgermeister Herbert seinen Räten. Nur energetische Maßnahmen im Bereich Schulen, Kindergärten und eventuell Verwaltungsgebäude werden gefördert. Der Ansturm auf die Fördergelder sei enorm, die Regierung gehe davon aus, dass im April bereits alles Geld weg ist. Die Gebäude in der Gemeinde Kolitzheim seien in gutem Zustand. Selbst die 20 Jahre alten Fenster in der Grundschule Herlheim seien noch in Ordnung und es sei betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll, sie auszutauschen. Das einzige mögliche Projekt sei der Kindergarten in Kolitzheim, der allerdings in kirchlicher Hand ist. Um letztendlich Klarheit zu bekommen ob hier gefördert werde, müsse man die Richtlinien abwarten, die herausgegeben werden, so Herbert.

 

Weiter informierte das Gemeindeoberhaupt über einen Bildungsgipfel. Nun würden nicht nur gebundene, sondern auch offene Ganztagsschulen gefördert. Der Freistaat trage die gesamten Personalkosten für die Betreuung. Die Gemeinde müsse wie bereits bisher den Sachaufwand übernehmen. Man könne die Grundschule durch eine Ganztagsschule stärken. Die Betreuung müsste dann in einer der beiden Schulen eingerichtet werden, was bedeute, dass die Kinder gefahren werden müssten. Für die Hauptschule komme eine Ganztagsbetreuung nicht in Frage.

Bürgermeister Herbert stellte die Abrechnung für die Fotovoltaikanlagen auf den gemeindeeigenen Gebäuden vor. 2007, dem Erbauungsjahr, betrugen die Einnahmen 12 000 Euro, 2008 42 000 Euro. Nach Abzug von Kosten bleiben noch 39 200 Euro. Dies entspricht einer Verzinsung von 11 Prozent, so Herbert.

 

Eine gemeindliche Fläche in Gernach sei ein Lieblingsplatz für Hunde und dementsprechend verschmutzt. Anwohner wollten nun dort ein Verbotsschild anbringen, berichtete ein Gemeinderat und bat um Genehmigung. Er sei dagegen, so Bürgermeister Herbert, denn dann werde an einen anderen Platz ausgewichen. „Grundsätzlich ist jeder Hundehalter verpflichtet, den Dreck mitzunehmen“, sagte Herbert. Dafür könne man auch bei der Gemeinde Tüten bekommen. Das Problem seien auch oft streunende Hunde, war ein Einwurf aus dem Gremium. Freilaufende Hunde seien zwar erlaubt, sie müssten allerdings immer beaufsichtigt werden und dann gut folgen, war die Antwort Herberts. Sinnvoller sei ein Schild mit der Aufschrift „Bitte Abfälle mitnehmen“ als ein Verbotsschild, war eine Anregung aus der Runde.

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