Wenig Interesse an Ist- und Bedarfsanalyse

29.05.2009

Mainpost 29.05.2009

KOLITZHEIM

Wenig Interesse an Ist- und Bedarfsanalyse

1550 Haushalte wegen DSL-Verbindung angeschrieben – Nur etwa 20 Prozent der Haushalte antworteten

 

Zum wiederholten Mal war im Gemeinderat der Breitbandinternetanschluss ein Thema. Zu einer Ist- und Bedarfsanalye für eine DSL-Verbindung wurden 1550 Haushalte der Gemeinde angeschrieben und um Rückmeldung bis zum 25. Mai gebeten. Bis zum Sitzungstag am 26. Mai seien nur enttäuschende 20 Prozent Antworten zurückgekommen, berichtete Bürgermeister Horst Herbert in der Gemeinderatssitzung. Er hoffe dass noch mehr Bürger die ausgefüllten Bögen zurückschicken, so das Gemeindeoberhaupt. Das Ergebnis werde ins Internet gestellt. Dann könnten Firmen ein Angebot für den Bau einer Verbindung machen. Geschehe dies nicht, werde es eine Ausschreibung geben. Dank des Konjunkturprogramms werde der Zuschuss für eine Breitbandverbindung von 50 auf 70 Prozent angehoben, zeigte sich Herbert erfreut. Auch die Höchstgrenze, die eine Gemeinde für eine Verbindung verwenden darf, sei angehoben worden. Er hoffe, dass damit Bewegung in die Sache komme.

Der Bauer des Berghofes, Bernhard Berchtold, habe ihn angesprochen und gefragt, ob beim Verbindungsweg von Gernach nach Lindach für Radfahrer nicht eine Sitzgruppe aufgestellt werden könne. An einer bestimmten Stelle gebe es einen herrlichen Ausblick, berichtete Gernacher Gemeinderat Reinhard Heck. Der Landwirt würde auch für die Pflanzung eines Baumes Land zur Verfügung stellen. Weiter habe Berchtold, der auch Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Gernach ist, aus dieser Zeitung erfahren, dass der Bau- und Umweltausschuss sich mit dem Ausbau des Weges beschäftigt habe. Berchtold habe, so Heck, signalisiert, dass sich auch die Gernacher Landwirte an einem Ausbau beteiligen würden. Berchtold habe ihm weiter von einer Vorführung bei der Firma Bäuerlein in Gaibach berichtet, bei der gezeigt wurde, wie Wege auf relativ einfache und preisgünstige Weise saniert werden könnten, pro Kilometer für 10 000 Euro. Hiervon konnte auch dritter Bürgermeister Alfred Bumm berichten. Man könne diese Art der Sanierung probieren, zeigte sich Bürgermeister Horst Herbert von der Sachen nicht abgeneigt.

In den Altorten gebe es in Zukunft große Umbrüche. Deshalb finde er es notwendiger denn je, hierfür Gestaltungssatzungen zu verabschieden, lautete ein Vorschlag von Rudolf Bender. Dies solle keine Gängelei sein, sondern sei als Hilfestellung und Orientierung für die Bewohner gedacht. Es wäre gut, eine Generallinie für die Altortgestaltung vorzugeben, so Bender.

Zurzeit wird die Straße zwischen Unterspiesheim und Kolitzheim ausgebaut und der Verkehr wird über Oberspiesheim und Herlheim umgeleitet. Die Beschilderung für die Umleitung sei sehr schlecht und es würde sehr oft falsch gefahren, beziehungsweise die Fahrer müssten die Schilder suchen, wurde aus dem Gremium berichtet. Auch er finde die Beschilderung äußerst dürftig und unglücklich, antwortete Bürgermeister Herbert hierauf. Er habe bereits mit dem Straßenbauamt gesprochen und werde dies nochmals tun, damit die Schilder umgeändert werden.

Über Beschwerden in Herlheim berichtete Franz Schuster. Im Schulweg würden hier bis zu drei Lkw parken, wodurch Schulbusse und Landwirte behindert würden. Wenn noch mindestens drei Meter Platz sei, könne man das Parken seiner Meinung nach nur in reinen Wohngebieten verbieten, antwortete hierauf das Gemeindeoberhaupt. Er werde sich aber nochmals erkundigen.

 

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